Plattenkritik

The Bandgeek Mafia - Flyweights [EP]

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Release Date: 04.10.2013
Datum Review: 21.09.2013

The Bandgeek Mafia - Flyweights [EP]

 

“You have to have the ability to cry and laugh at the same moment – only then you are able to understand our music.“ steht auf der Labelseite, Long Beach Records Europe. Damit beschränkt die Band ihre Hörerschaft natürlich erst einmal auf ein relativ seltenes Gefühl. Völlig unnötig, denn der Sound der Band hat durchaus das Potential, die Hörer beider Genre abzuholen. Die Truppe aus Trier spielt eingängigen Skacore, was sonst, wenn der Bandname einem VOODOO GLOW SKULLS Song entnommen wurde. Skacore bedeutet in diesem Fall, dass der Punkrock klar über die Trompeten dominiert. Gerade Refrains und ein eher dezenter Einsatz Ska üblicher Zutaten, als man es zuletzt von berühmten US-Kollegen, wie den MAD CADDIES oder LESS THEN JAKE gewohnt ist.

Die EP besteht aus drei neuen Songs, darunter die namensgebende Single „Flyweights“, sowie drei weiteren Liveaufnahmen. „Back on Track“ eröffnet mit eingängigem Punkrock, verstärkt durch flächige Trompetenmelodien. „Flyweights“ verinnerlicht dann den oberen Satz: die Trompeten spielen in Moll, verstärken eher den Gesang, statt tanzbare Offbeat-Rhythmen zu kreieren. Die Freunde haben einen hängen gelassen, man steht alleine auf dem Konzert rum, was soll man nun tun, außer das Beste aus der Situation zu machen - gibt dir das Leben Zitronen, mach… - na ihr wisst schon. „Fragile Moments“ kommt etwas flotter daher und rundet die EP zu einer kurzen, aber gelungenen Sache ab. An dieser Stelle wird der ein oder andere bedauern, keine LP in den Händen zu halten (sofern als physische Variante erworben). Das dachte sich wohl auch die Band und so gibt es noch drei live Zugaben. Live macht Ska eh immer am meisten Sinn, Liveplatten dagegen nicht wirklich. Das Material wurde zwar gut abgenommen, man hört alle Instrumente und den Gesang relativ gleichmäßig, die Livestimmung der Songs kann so jedoch nicht eingefangen werden, behaupte ich, ohne die Band je live gesehen zu haben. Ob die EP live zündet, davon kann sich jeder demnächst selbst ein Bild machen.

Tracklist:
1. Back on Track
2. Flyweights
3. Fragile Moments
4. It’s still bleeding (live)
5. Time’s Ripe (live)
6. Breakdown (live)

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