Plattenkritik

The Bled - Heat Fetish

Redaktions-Rating

Info

Release Date: 09.03.2010
Datum Review: 17.08.2010

The Bled - Heat Fetish

 

Jeremy Talley und James Muñoz müssen totale Charakterschweine sein. Warum sonst haben sich 3/5 der Stammbesetzung verpisst. „Scheiß die Wand an“, jetzt können wir mal eben ein Album rausrotzen, dass alte und jüngere Tugenden vereint und uns von einer gänzlich neuen Seite zeigt. Bezogen auf den musikalischen Inhalt von einer fürchterlich ordinären nämlich. THE BLED kotzen sich so richtig schön aus und zeigen mal eben locker und lässig, wie die Post zum Hardcore kommt und wie EVERY TIME I DIE hätten klingen können, wenn sie konsequent den auf „Hot Damn“ bestiegenen Berg auch wieder heruntergeklettert wären. Sie gehen ganz tief in den Körper und bringen die Sekrete zum Vorschein, die andere Kapellen lieber wegen schlechter Absatzprognosen stecken lassen. So überdeutlich spürbar der Drang der Band, es keinem zeigen oder es keinem recht machen oder in keinem großen Tourbus übernachten zu wollen. Nein, ehrliche, verschachtelte, aggressive und arschtretende Streu-Bomben werden gezündet, die die gesamte Tracklist durch detonieren. An Stellen, an denen sich NORMA JEAN dezent und räuspernd zurücknehmen, wird bei THE BLED noch eine Schippe zugelegt und versucht, Dünnschiss an einen Haken zu hängen. Wobei die Geknallten durchaus so etwas wie ein Harmonieverständnis haben, dass sie aber nicht so richtig zeigen. Denn Nett, die kleine Schwester von Scheiße, spielt in „Hot Fetish“ nur in einer Nebenrolle mit, so dass es bei Andeutungen eines Schmollmundes bleibt, der immer dem Gesamtkontext eines wütenden, sehr bissigen Arschlochs untergeordnet wird und trotz aller optischen Reize herrlich erfrischend nach AA schmeckt. Guten Appetit!

Tracklist:
1. Devolver
2. Mouthbreather
3. Running Through Walls
4. Smoke Breaks
5. Need New Conspirators
6. Shouting Fire in a Crowded Room
7. Needs
8. Meet Me in the Bone Orchard
9. Crowbait
10. When Exiting Your Vehicle
11. Night Errors
12. Crawling Home

Alte Kommentare

von ^^ 17.08.2010 20:58

<3<3<3

von molch 17.08.2010 21:44

geile review. wusste gar nicht, dass es the bled noch gibt, fand die früher sehr geil. mal reinhörn...

von :D 17.08.2010 22:48

Wow, so viele böse Worte

von Sebastian- 17.08.2010 23:29

Echt "scheiß"-geiles Album =P

von Heinzelmann 17.08.2010 23:56

starkes gerät, ist aber auch schon n weilchen draußen. eloquentes review. was hat dich zu dem dünnschiss am hacken inspiriert? ich wills gar nicht wissen

von jsr 18.08.2010 01:12

Für mich war das Album ne Riesenttäuschung. Im Vergleich zu den früheren Sachen ist das so uninspiriert, so einfallslos... so emotionslos. Naja, Geschmackssache!

von DrFaust 18.08.2010 08:11

Clement tut es schon wieder! Mausert sich langsam zu meinem Lieblings-Reviewer hier. Muss wohl dringend mal in die Platte reinhören. Die "Hot Damn!" Referenz macht das ja zum Pflichtprogramm! Dünnschiss am Haken...Clement du bist so geil! :D

von gnihihi 18.08.2010 11:23

äußerst amüsant geschrieben und trotzdem hat man einen relativ genauen eindruck von der platte. daumen hoch. werd ich wohl mal anhören müssen-

von Tollle Platte 18.08.2010 12:19

....tolle Band, tolles Review ? Wat isn hier los? Hab ja nicht mal n Grund zum flamen...und genau das macht mich stinksauer, ihr Muschis. The Bled ftw und raus...

von twin 19.08.2010 15:08

na endlich. schönes review. Sau geile scheibe. ab titel 8 kommt son leichter Muse geschmack mit den ich vorzüglich finde. platte ist viel besser als die neue norma jean! 10 alls von mir.

von bitte 19.08.2010 15:19

auflösen

von Enno 19.08.2010 19:00

Ziemlich enttäuschende Platte ohne irgendwelche Höhepunkte oder spannende Momente. Inspirationslos. Der herangezogene Vergleich zu Norma Jean war für The Bled schon zu ihren Hochzeiten ein Unding.

von timsuper 19.08.2010 22:48

obs hier auch irgendwann mal wieder normale reviews gibt? gott gehen mir diese möchtegern lyrisch-angehauchten reviews auf den sack. sagt doch einfach mal wie ihr die cd findet, welche songs welche höhepunkte beinhalten und nich diesen ganzen rotz den man hier bei jeder scheiß cd findet.

von gnihihi 20.08.2010 12:09

"lyrisch-angehauchte" reviews geben allerdings einen besseren überblick über die platte, wenn sie gut gemacht sind als ein "song a ist gut, song b nicht so, song c hat einen netten breakdown". das ist einfach alles zu gleich. dadurch hab ich eher weniger ahnung, ob mir die platte gefallen würde oder nicht. bei einer beschreibung der atmo allerdings schon eher.

von Horsti 20.08.2010 15:05

Schwächstes Album bisher, keine Harmonien oder Spannungsbögen mehr da, was die Band früher ausgezeichnet. Einfach nur stures Geschrammel und schiefe Melodien.

von twin 20.08.2010 16:55

euch ist schon klar das man dieses album mehr als ein mal hören sollte?

von Enno 20.08.2010 17:58

Stell dir vor, das ist uns bewusst. Und stellt dir vor: bei mir regt sich nichts.

von Scythe 20.08.2010 21:30

Keine Ahnung, wie man dieses Ding besser als Meridional finden kann. 5 Punkte.

von John Fire 21.08.2010 16:30

Ziemliche Enttäuschung für mich... Besonders der Mix macht viel kaputt, alles klingt viel zu plastisch und das komplett übertriebene Drumgetriggere ist wirklich schlimm. Will den alten Drummer zurück, der den sie jetzt haben ist ja n guter, aber der alte hatte einfach viel mehr Groove und vor allem hatte er es nicht nötig seine Drums zu triggern. Das ist so schade, die letzten Alben fand ich auch immer besser als die meisten. Das hier ist jedoch einfach nur langweilig. Nur Mouthbreather, Smoke Breaks und When Exiting Your Vehicle sind hörenswert, gehen aber total unter zwischen all dem gelangweile.

von steigi 22.08.2010 14:58

Für mich auch ne riesige Enttäuschung. Kann in keinster Weiße mit den mMn alle sehr guten Vorgängern mithalten. Hier bleibt einfach nichts hängen 5/10

von Randy 23.08.2010 16:51

@ John Fire stell dir vor, es wird bei den "größeren" Bands so oder so in der Musikrichtung das Schlagzeug immer getriggert. Den Unterschied macht das Mastering, dass hier in der Tat nicht das Non-Plus Ultra ist.

von John Fire 23.08.2010 20:12

@Randy Das ist mir klar und stört mich eigentlich auch nicht so oft, aber hier ist es einfach grausam. Wenn es am Mastering liegt, dann sei das so, wenns nach mir geht sollte man das aber eh weglassen. Gründe fürs Triggern kann ich eigentlich nur bei Death Metal und live nachvollziehen.

von Randy 24.08.2010 16:57

@ John Fire naja, oder eben man triggert, damit das Schlagzeug besser klingt, anders klingt, etc. Mir wurden bei unsern Aufnahmen die Trigger auch ans Set geklatscht (obwohl wir nicht grade "groß" sind) An sich sind Trigger garnicht so verkehrt, solang man nicht hört, dass getriggert wird.. und damit hast du Recht, dass mans hier schon ekelhaft raushört. Schlagzeug klingt nämlich wirklich sehr Plastisch

von @Randy 24.08.2010 16:59

"ekelhaft raushört" und "plastisch" versuch du erst mal mit deiner jahrmarktband ein bein auf den boden zu bekommen und eine note sauber zu spielen. wenn du so gut bist wie der the bled drummer, dann darfst du hier wieder posten, ok?

von @@Randy 24.08.2010 18:31

Und du versuch erstmal meinen Beitrag zu verstehen ;) Ich habe keinesfalls die Fähigkeiten des Drummers bemängelt, ganz im gegenteil, er ist ein absolut begnadeter Schlagzeuger, u.a. auch einer von dem ich mir manche Sachen abschaue. Das einzige, was "John Fire" und ich besprochen hatten war, dass der Schlagzeug-SOUND relativ plastisch klingt, was aufs Mastering zurückzuführen ist. Erstmal richtig lesen bevor Mund auf ;)

von yo! 25.08.2010 17:47

wie kommt ihr darauf, dass der vermeintlich "plastische sound" der drums auf mastering zurück zu führen ist? ...habt ihr den mixdown gehört oder warum redet ihr hier immer davon, dass vom mastering kommt?

von 02.09.2010 01:39

von 02.09.2010 15:06

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Clement

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Ich fühle mich zu alt

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