Plattenkritik

The Burden Remains - Downfall Of Man

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Release Date: 12.09.2011
Datum Review: 14.09.2011

The Burden Remains - Downfall Of Man

 

Wenn eine junge Band aus der Schweiz ihr erstes Album (nach einigen Demos / EP’s unter anderem Bandnamen) „Downfall Of Man“ nennt und in ihrer Musik dem Klischee nicht entsprechen möchte (…and this release was created with the idea to build a unique identity), dann muss der theoretisch fast schon erschlagende Überbau adäquat durchfahren werden.

Und THE BURDEN REMAINS werden genau von diesem Überbau erdrückt, denn anzuhören ist ihnen eine zu sehr auf Anspruchsdenken ausgerichtete Vorgehensweise. Die Produktion sollte perfekt sein und ist mit 2 Produzenten, die auch schon in Genre fremden Gefilden wilderten, eingefahren worden, um die Grenzen des Machbaren auszuloten. Im Enddeffekt ist sie zwar fett, aber etwas zu leblos geworden.

Weiterhin hat das Songwriting 1 Jahr in Anspruch genommen und die Band legte Wert darauf, sich nicht zu limitieren und keinem Gängigen zu entsprechen. Das alles ist dem Album anzuhören, denn hier wurde nichts zum Zufall überlassen, sondern jede Ecke rund geschliffen. Letztlich kommt dabei ein etwas zu aalglattes Profil heraus, dass zwar immer wieder („Resistance : Failure“ / „Ashes From The Skies“) sehr gute Ansätze erkennen lässt, aber insgesamt keine für die Abwechslung nötigen Ausreißversuche zulässt.

„Downfall Of Man“ ist zu durchdachter Power Thrash Metal, der immer wieder auf ausladenden Refrains hängen bleibt und sich sehr Riff betont und verspielt (die Band spricht von progressiv) zeigt, der von einer manchmal wackeligen Stimme, die irgendwo zwischen Warrel Dane und Bruce Dickinson liegt und mal nach oben oder unten driftet, geführt wird.

Auch ist entscheidend, dass weder die Hooks noch die technischen Fähigkeiten der jungen Band zwingend sind, trotz der akribisch zielorientierten Vorgehensweise (die detailliert im Promogeplänkel aufgelistet wurde) ist das Ergebnis dann etwas nüchtern ausgefallen, vielleicht hätten sich die Jungs einfach einen Tag im Proberaum verschanzen und ihre fett produzierte Thrash Affinität mit Power Metal Anleihen ausleben sollen? Schließlich kann es ein schwarzes Album nur einmal geben...

Tracklist:
1. To The Wolves
2. Towards The Abyss
3. Prophecy Of Decay
4. Strike Down Salvation
5. Out Of Fire / Into The Flames
6. Resistance : Failure
7. Ashes From The Skies
8. Technoid Gods
9. Into The Unknown
10. The Burden Of Truth

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Clement

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Ich fühle mich zu alt

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