Plattenkritik

The Coalfield - Vamonos Loco

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Release Date: 01.01.1970
Datum Review: 24.09.2005

The Coalfield - Vamonos Loco

 

Was ist denn da passiert? Nachdem ich die neue Scheibe von THE COALFIELD wenige Sekunden Sekunden gehört habe, war ich doch stark am zweifeln, ob das denn überhaupt die COALFIELD sind, die damals das sehr gute "The Transmitter" gemacht haben. Doch eine kurze Internetrecherche ergab, dass es sich dabei um ein und dieselbe Band handelt. Sind die Herren aus dem Norden Deutschlands nun nach Defiance bei Eat the Beat gelandet.

Und wie schon angedeutet, klingt "Vamonos Locos" so garnicht nach dem erwarteten open-mind New School-Hardcore den "Transmitter" so ausmachte. Vielmehr ging man einen Schritt weg von harten Klängen und geradewegs Richtung Melodie und Ohrwurmtauglichkeit. Ähnlich wie ihn HOPESFALL mit A-Types gegangen sind. Doch soll HOPESFALL hier nicht als Vergleich herhalten, denn musikalisch sind "Vamonos Loco" und "A-Types" weit voneinander entfernt.

"Vamonos Loco" scheint auf Tanzbarkeit zu setzen und das gelingt. Die Songs klingen ungewöhnlich und dennoch vertraut. Der Mix aus Indie-Rock und Pop, mit gelegentlichen Keyboardeinsätzen und hier und da mal einem überraschenden Break (der die Vergangenheit der Band erahnen lässt) klingt nicht unbedingt neu, doch aus Gründen guten Songwritings stört das nicht weiter. Irgendwie erinnert die Band heute an das was THE INTERNATIONAL NOISE CONSPIRACY auch machen. Doch konnen sich THE COALFIELD getrost diesen Vergleich stellen, denn schlechter sind sie kaum. Vielmehr zeigen sie mit kurzen unerwarteten Elementen (wie dem ziemlich flotten Song "Can´t get Enough) das sie gute Songs schreiben können, zwischen Rock, Pop, melancholie und Noise. Und so geht "Vamonos Loco" nach 13 Songs und etwas mehr als 42 Minuten zuende und wird einen zufriedenen Hörer hinterlassen.

"Mit Vamonos Loco sind THE COALFIELD gewachsen" oder sowas sollte man nun sagen, wenn man Härte mit musikalischer Unreife gleichsetzt, was bei "Transmitter" ja nicht der Fall war. Die Band hat sich halt gewandelt und gibt dabei ein ziemlich gutes Bild ab, wie in "alten" Tagen eben auch. Das sollte als Beweis reichen, dass die Jungs es drauf haben, fast egal was sie machen.

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Christian

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