Plattenkritik

The Dagger - The Dagger

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Release Date: 27.06.2014
Datum Review: 12.07.2014

The Dagger - The Dagger

 

 

Liest man die Mitgliederliste von THE DAGGER, stutzt man im ersten Moment. Mit Tobias Cristiansson, Fred Estby und David Blomqvist besteht die schwedische Truppe zu drei Vierteln aus ehemaligen DISMEMBER-Mitgliedern. Doch wer jetzt denkt, die Herren hätten sich (wieder) dem Death Metal zugewendet, der irrt. Mit Jani Kataja gesellt sich nämlich ein „klassischer“ Metal-Sänger zur Truppe. Gespielt wird dann auch relativ altbackener Heavy Metal (wobei hier „altbacken“ eher im positiven Sinne zu verstehen ist). „The Dagger“ passt perfekt in die frühen 80er. Wäre es in diesem Zeitraum erschienen, würde es sicher heute mindestens als Geheimtipp durchgehen, verstehen die vier Musiker ihr Handwerk und schütteln eine eingängige Nummer nach der anderen aus dem Ärmel. So erinnern die Stücke ein ums andere Mal an die großen Acts dieser Zeit, RAINBOW, JUDAS PRIEST oder THIN LIZZY ohne jedoch als direktes Plagiat durchzugehen. Sie wirken eher wie eine würdevolle Huldigung an diese Zeit.
Wer auf Doppel-Lead-Gitarren und simple aber effektive Riffs steht, sollte hier unbedingt reinhören. Die trockene Produktion verhilft dem Album zusätzlich zu Authentizität. Progressivität klingt zwar anders, schlechte Musik wird jedoch auch von anderen Bands geschrieben! Vielleicht ist hier sogar der eine oder andere Groove dabei, der den Death-Metal-Jünger aus seiner Gruft kommt lässt?!

Tracklist:

1. Ahead Of You All
2. Call Of 9
3. Ballad Of An Old Man
4. Skygazer
5. Electric Dawn
6. 1978
7. Dogs Of Warning
8. Nocturnal Triumph
9. Inside The Monolithic Dome
10. Dark Cloud

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Manuel

Autoren Bio

Ich schreibe Artikel. Manchmal schlecht, manchmal gut, immer über seltsame Musik.