Plattenkritik

The Devil Wears Prada - Dead Throne

Redaktions-Rating

Info

Release Date: 09.09.2011
Datum Review: 29.08.2011

The Devil Wears Prada - Dead Throne

 

THE DEVIL WEARS PRADA holt aus zum Paukenschlag Nummer 4 in Sachen Full-Lengh.
Nach dem Release von zwei Alben auf Rise Records kommt man zu Roadrunner Records.

Aufgenommen wurde beim legendären Adam Dutkiewicz, was sich zu vollen 100% gelohnt hat. Jedes Gitarrenriff, jeder Beckenschlag klingt einfach so real als würde die Band vor einem stehen.

Nach der Veröffentlichung der „Zombie EP“ haben THE DEVIL WEARS PRADA ja bereits angedeutet in welche Richtung ihr neuer Full-Length- Release gehen soll. Trotz allem wird der Härtegrad auf „Dead Throne“ etwas nach unten geschraubt.

Clean-Parts wurden fast abgeschafft und Jeremy DePoyster’s Engelsstimme drückt mehr Aggression aus als bei allen Releases vorher. Jedoch wirken Mike Hranica’s Shouts dünner als früher: Konnte er doch seine Shouts bis zu „With Roots Above And Branches Below“ kontinuierlich ausbauen und verbessern, setzt er seine - für meine Ohren - stimmliche Talfahrt weiter fort. Sicherlich, Mike hat immer noch dieses einzigartige Übersteuern in seinen Shouts, doch klingt das Ganze irgendwie etwas verbraucht, was es einem Stimmperfektionisten wahrscheinlich etwas schwerer macht, sich voll aus diesem Album einzulassen.

Der absolute Übersong auf „Dead Throne“ ist definitv der vierte Song „Vengeance“, der mit absolut grandiosen Cleanvocals besticht, die so wahnsinnig gut wiederholt werden und sich in den Gehörgängen festkrallen. In diesem Song schafft TDWP die Balance zwischen der Härte der EP und der letzten Full-Lengh in Perfektion. „Vengeance“ ist für mich ideale Anwärter für ein Musikvideo. Songs, die zudem noch aus dem Gesamtpaket herausstechen und die ich erwähnen möchte, sind: Track 3 „Mammoth“: Die Gitarrenarbeit erinnert sehr an „With Roots Above And Branches Below“ und besitzt trotz allem diese „neue“ Härte. Track 8 „Born To Loose“: Die erste Veröffentlichung, die TDWP von der neuen LP gemacht haben. Grandios ausgearbeitete Gesangslinien und eine Mixing / Mastering Arbeit, die wirklich bis in die Haarspitzen vor Perfektion strotzt. Shouts, Techno, Cleanparts und Stimmeffekte werden so geschickt miteinander verbunden, dass sie quasi Eins werden.

Zusammenfassend präsentieren THE DEVIL WEARA PRADA ihr musikalisch bestes Album. Trotz anfänglicher Zweifel kann das Album auf ganzer Linie überzeugen. Sie schaffen eine Mischung aus neuer und alter Härte. Trotz allem finde ich das Album mit 13 Tracks ein wenig überladen und somit auf Dauer etwas ermüdend. Schade, dass Mike’s Stimme leicht abgebaut hat und das TDWP etwas die wirre, Komplexität verloren haben, die sie früher ausmachten. Dennoch, eine solide Arbeit.

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Hier ein Leserreview:

Da ist es also endlich, das 4te Album von The Devil Wears Prada. Ich muss mich direkt mal als absoluter Fan-Boy outen, wodurch meine Erwartungen an Dead Throne sehr hoch waren. Tdwp sind für mich die mit Abstand beste Metalcore-Band und jedes ihrer Alben ist absolut genial.


Die im Vorfeld erschienenen Songs haben teilweise schlimmes befürchten lassen. Denn da wo Born To Lose durchaus noch nach älterem Material klingt, konnte ich mich mit RIT absolut nicht anfreunden. Im Endeffekt war natürlich jedes zweifeln an dieser Band umsonst, denn Dead Throne ist ein super Album geworden, das man schlecht mit With Roots Above And Branches Below oder Plagues vergleichen kann, ihnen aber in fast nichts nachsteht.


Für mich persönlich fängt das Album für Tdwp Verhältnisse relativ schwach an, aber die 2te Hälfte des Albums haut dafür umso mehr rein. Vor allem die letzten 3 Songs Constance, Pretenders und Holdfast sind einfach nur genial. Der zweitlängste Song Kansas, ist nur ein Instrumental, das trotzdem vollkommen gelungen ist. Das gleiche kann man von Chicago behaupten, das teilweise Richtung Melodic Hardcore schielt, sowas hat man von Tdwp wohl nicht erwartet. Dagegen stehen Songs wie My Questions, der einen sehr beliebigen Chorus hat und Untidaled klingt sogar stellenweise nach Miss May I.

Leider war das nicht der einzige Kritikpunkt, denn Mikes Shouts klingen auf Dead Throne bei weitem nicht mehr so gut und druckvoll wie es mal der Fall war, dafür muss ich leider einen Punkt abziehen. Jeremy DePoyster, Sänger und Gitarrist der Band klingt dagegen wesentlich erwachsener, seine Clean Vocals wirken nicht mehr so hoch wie früher, was mich aber absolut nicht stört.


Insgesamt ist Dead Throne ein absolut gelungenes Album, das (noch) nicht an "With Roots Above.." rankommt, aber immernoch so ziemlich jedes andere Metalcore Release locker in die Tasche steckt.


8,5/10


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Tracklist:
1.Dead Throne
2.Untidaled
3.Mammoth
4.Vengeance
5.R.I.T
6.My Questions
7.Kansas
8.Born To Lose
9.Forever Decay
10.Chicago
11.Constance
12.Pretenders
13.Holdfast

Alte Kommentare

von 5 29.08.2011 23:42

Oberhammer. Nach dem Ich mit denn älteren Alben nicht richtig Warm geworden bin, kam mit der Zombie EP eine neue Härte die einfach nur in die Fresse haut. Und mit Dead Throne machen Sie genau da weiter und liefern ein Super Album ab, das Härter, die Keyboards atmospärischer und deutlich besser einsetzt und einfach nur aufregend klingt. Ausgezeichnet!

von progpunker 30.08.2011 01:39

8 punkte??? naja...ansichtssache ;D für mich persönlich wars ne kleine enttäuschung :-( mal schauen wie das nächste wird ^^

von Fin 30.08.2011 01:56

Ich kann dem nur absolut zustimmen! Mikes Stimme hat unglaublich abgebaut... Die Shouts sind nicht mehr so beißend wie im Album davor, dafür sind di Breakdowns & die Keyparts wie schon in ZOMBIE viel besser eingesetzt! Mit Zombie & diesem Album klingen sie auch viel eigenständiger als der stereotypische Metalcore aus der USA der umher schwirrt! Gefällt!

von Mikes Growls 30.08.2011 07:30

sind irgw. keine Growls mehr,oder?

von Ray 30.08.2011 12:58

Was habt ihr denn alle mit seiner Stimme? Technisch ist er einer der besten Shouter überhaupt mit sehr starem Wiedererkennungswert. Seine ohrenbetäubenden Screams sind mittlerweile ein wenig tiefer,aber mMn immernoch kraftvoll und seine Growls variabler und kontrollierter. Musikalisch find ich dir Platte echt stark.Und ich finde auch,man hört den Hardcore verstärkt raus,was noch durch diese yells ergänzt wird. Locker ne 8 oder 9. Chicago kann alles.

von progpunker 30.08.2011 20:00

naja die stimme find ich garnicht so schlimm. mir fehlt so nen bissl die abwechslung. kann ja sein das ein lied recht innovativ ist aber weshalb muss dann jedes darauf dem gleichen oder ähnlichen schema folgen? klar es ist metalcore...aber im letzten output ging es ja auch noch. Im direkten vergleich ähnelt es sogar ein wenig mephis may fire oder?

von Carpathian 30.08.2011 20:19

@ progpunker Ich muss deinem Kommentar in jeder hinsicht widersprechen. Auf dead throne gibts Songs ohne clean vocals, mit clean vocals, atmosphärische songs, die man von tdwp in der Form net kannte.. dead throne is mit Abstand das abwechslungreichste Album von tdwp. Dafür find ich ebenfalls das Mike´s stimme etwas schlechter geworden ist. Und der Vergleich mit memphis may fire treibt mir die tränen in die Augen, sorry.

von requos 01.09.2011 13:24

Ich kann mir das neue Album nicht am Stück geben. Klingt alles einfach viel zu gleich, viel zu matschig und die Songs haben einfach null Abwechslung. Die Hälfte der Songs könnte man einfach so kommentarlos von der Platte werfen ohne das ichs bemerken würde. Sehr schade. Die Zombie EP fand ich noch sehr gut, die älteren Alben zumindest besser...

von Michael vom Feld 08.09.2011 00:00

Gute Scheibe - schlechtes Review.

von Van derSmut 09.09.2011 20:22

Gute Scheibe, jedoch stören mich die poppigen clean parts.

von peter Hacks 11.09.2011 14:22

"Technisch ist er einer der besten Shouter überhaupt" Darüber lässt sich nicht einmal streiten. Nach vier Platten hat er's immer noch nicht hinbekommen halbwegs verständlich zu schreien. Selbst wenn man die Texte mitliest, versteht man äußerst wenig. Einen "technisch" guten "Shouter" macht das sicher nicht aus. Generell kann man mal wieder sagen, "Retortenbaby"!

von markus m 22.09.2011 00:10

also ich finde dieses album der absolute oberhammer_ man merkt richtig dass jeder song perfekt durchdacht ist und dass sie richtige profis sind. Ein Mörderalbum

von niceguy 30.09.2011 17:14

die zompie EP war wahnsinn!! (kein review??) hoffentlich werd ich hier nicht enttäuscht?!

von @niceguy 03.10.2011 00:58

ich kann das nicht mit sicherheit sagen. aber wahrscheinlich wirst du enttäuscht. hatte mir selbst eine platte in der tradition von with roots above and branches below und der zombie ep gewünscht. dead throne ist ein gutes, für mich jedoch nicht schlüssiges album.

von maddin 19.06.2012 18:03

album gefällt mir nicht soooo gut. habe mich direkt durch die Zombie EP in die Band verliebt. Falls die Zombie apokalypse doch noch kommt, verschafft einem das album auf den ohren auf jedenfall genug adrenalin. die riffs sind ja dem sound eines mg's gar nicht mal so fremd! :D dennoch nerven mich die cleans. das klingt einfach so nach 0815. das heißt bei mir: die cleans klingen genau wie bei jeder "post hardcore" band... ansonsten ist das was abgeliefert wird wirklich überragend. vor allem die shouts und growls direkt aus der hölle! höhö

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Mitch

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Mitch // 25 // Regensburg // Wanderlust // Roadtrips // hope.faith.love

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