Plattenkritik

The Distance - The Fall The Rise And Everything In Between

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Release Date: 24.11.2006
Datum Review: 18.11.2006

The Distance - The Fall The Rise And Everything In Between

 

Nach Set Your Goals, bietet uns Alveran Records in Zusammenarbeit mit Abacus erneut eine Band die in der Schnittmenge zwischen Hardcore, melodischen Punkrock und Emo-Elementen, ihr Können demonstriert. Vielleicht ist The Distance ein paar wenigen geläufig, die die Band von einer Split-CD mit With Honor und einer eigenen Ep auf Bridge Nine kennen, wobei man behaupten könnte, dass The Distance mit ihrem ersten Full-Length „The Fall, The Rise And Everything In Between“ herzlich wenig mit dem Sound vergangener Tage am Hut haben. Ein kleiner Hinweis hierauf können einem schon die vertretenen Gastauftritte von The Used-Frontmann Bert McCraken geben, die ,vorab bemerkt, gut gelungen sind.

Das Album nämlich, dass übrigens von Shep Goodman (Bayside, Head Automatica) produziert wurde, zeigt sich extrem melodisch und zum Teil sehr poppig, was aber nicht negativ aufstößt, sondern sich als große Stärke des Albums zeigt. Die Hardcore-Wurzeln der Bands, werden sehr selten an die Öffentlichkeit gelassen und lassen sich am ehesten noch an den geschrieen Passagen, wie zum Beispiel in dem Opener „The Set Up“ festmachen und selbst die erinnern eher an aggressiveren Punkrock. Der überwiegende Rest von „The Fall, The Rise And Everything In Between” zeigt sich hingegen eher dem emotionalen Punkrock verschrieben, der augenscheinlich Bands wie Stretch Arm Strong, oder eben Set Your Goals erinnert. Am meisten hat es mir der Song „Life At The Crossroads“ angetan, der durch einen schönen poppigen Refrain überzeugt und gutem eingängige Gitarrenriffs, die ein wenig an das Alte Stretch Arm Strong Album erinnern. An denen haben sich auch bekanntlich die Geister gespaltet und ich befürchte das wird bei The Distance nicht anders sein. Nichtsdestotrotz handelt es sich bei dem Album um einen echten Reißer, den ich so nicht erwartet hätte. Zwar gibt es auch eher schwächere Momente, die eine hohe Bewertung verhindern, aber Lieder, wie „Broken Promises“, oder „At Least I’m Good At Something“ zeigen das hohe Potential von The Distance, catchy klingende Punkrock-Hymnen zu komponieren, die jeden Pit zum Kochen bringen könnten. Ich bin jedenfalls auf die bald startende Tour der Jungs im Rahmen der Persistance Tour gespannt, wo Sie mit Szene-Größen, wie Comeback Kid und Sick Of It All, die Chance haben werden sich zu bewähren. The Distance empfehlen sich mit „The Rise…“ für durchaus höhere Aufgaben und ich bin gespannt wie sie sich weiter entwickeln. Fürs erste gebe ich 7/10 Punkten (die sehr stark an der Acht kratzen), da ich noch ein wenig mehr von den Jungs erwarte. Es fehlt dann doch ein wenig die Eigenständigkeit, um sich von Bands wie eben SAS loszulösen.

So mit bleibt festzuhalten das die Leute, die mit Hardcore/Punkrock meets dezentem Pop-Appeal leben können, hier zugreifen sollte. Die, die hingegen ein Problem mit thematisiertem Herzschmerz/Emotionen haben und auf Textzeilen, wie zum Beispiel: „For all you know I’ve been alone! Promise stories don’t say so! One more time here we go! For all you know I’m still alone” verzichten können, sollten vor dem Kauf eher absehen. Ach ja, dass Ganze kommt übrigens mit zwei Bonus-Tracks und einem Video von dem Song „Inspired By You“ in Europa daher.

Tracklist:

1. The Set Up (3:25)
2. Inspired By You (3:54)
3. Life At The Crossroads (2:55)
4. Phase Two (3:07)
5. Let It Rain (3:14)
6. At Least I’m Good At Something (4:01)
7. Just For A Couple Hours (2:49)
8. Broken Promises (3:26)
9. Before It’s Gone (2:42)
10. The Stage Between (4:22)

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Dario

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