Plattenkritik

The Durango Riot - Telemission

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Release Date: 05.10.2007
Datum Review: 03.09.2007

The Durango Riot - Telemission

 

 

Eigentlich nicht viel was man so anstellen kann in den Untiefen schwedischer Kleinstädte. Alkohol ist teuer, und wo soll man in nordischen Wäldern als typischer Dropout Rocker vernünftige Drogen auftreiben (mal abgesehen von den psychoaktiven Pilzen mit abgelaufenem Verfallsdatum)?
Aus mangels an Alternativen wird also THE DURANGO RIOT gegründet, um Schweden und nun auch dem Rest der Welt einen „boredom bang“ zu verpassen.

Klingt irgendwie schweinisch. Ist es auch. Nämlich astreiner Schweinerock, inklusive gniedeligen Gitarrensoli und cheesy 70s Saxophoneinlagen. Das könnte peinlich sein, wird von den 4 Schweden, die TURBONEGRO mäßige Mützen und Keith Richards Look in sich vereinen, aber äußerst unterhaltsam gestaltet.
Das Quartett schreckt dabei nicht zurück auf düstere DUST BROTHERS Motive im Opener oder METALLICA Riffs zurückzugreifen („Incognito“). Das sei THE DURANGO RIOT ausnahmsweise vergeben, denn Spaß macht die Platte zeitweise trotzdem.

Mit aufgedrehten Gitarren wird über Punk genauso wild drübergeritten, wie über den Blues, und selbst die ROLLING STONES bekommen mit „No Need For Satisfaction“ ein wenig ihr (ansetzendes) Fett weg.
Vielleicht ist „Telemission“ keine Offenbarung, was krachigen Schwedenrock angeht, dafür aber ein recht kurzweiliger Zeitvertreib.

Tracklist:

1. Dirty Needs
2. Incognito
3. Ne Need For Satisfaction
4. I Don’t Know You, Stranger
5. Drivers
6. We’ve Planted A Bomb In Your Radiostation
7. (Rama Lama) Midnight Haze
8. Don’t Follow
9. Future 2036
10. The Man In The Machine
11. Telemission

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Dennis

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