Plattenkritik

The Fray - Helios

Redaktions-Rating

Info

Release Date: 21.02.2014
Datum Review: 20.03.2014

The Fray - Helios

 

Ein Album völlig bescheiden nach dem Sonnengott zu benennen, zeugt von Selbstbewusstsein. Bei genauerer Betrachtung aber vielleicht auch ein wenig nach Selbstüberschätzung. Kommen dann noch Songtitel wie „Hold My Hand“ oder „Love Don't Die“ hinzu, möchte man sich eigentlich nur noch in wilden Krämpfen erbrechen und dabei ein Feuerzeug in die Höhe halten.

Dabei machen THE FRAY auf ihrem vierten Album „Helios“ doch alles richtig. Auch weiterhin setzt man auf einen leicht melancholisch angehauchten Indie-Rock-Pop, ohne aber jemals wirklich beim heiligen Roll zu landen. Denn bevor man auch nur in die Nähe der unberechenbaren Autobahn mit ihren Geisterfahrern und Staus kommt, wird wieder ganz schnell in Richtung Radio-Airplay abgebogen. Und die vier Jungs aus Denver wissen genau, was dort von ihnen erwartet wird.

So beackern sie in den elf Tracks der neuen Langrille die alten und bereits mehr als breitgetretenen lyrischen Pfade, die vor Schmalz und Gefühl auf eine Art und Weise triefen, dass es bei zu empathischem Lauschen zu Verklebungen des Innenohrs kommen kann. Deshalb kann die Empfehlung des Beipackzettels in Sachen Nebenwirkungen auch nur lauten, dass von einem zu intensiven Gebrauch schlicht abzuraten ist. Schliesslich käme doch auch wirklich niemand ernsthaft auf die Idee, in seiner Pfütze im Garten plötzlich seine Tauchausrüstung auszuprobieren, oder?

THE FRAY komponieren wunderschöne, völlig harmlose Pop-Songs, die stilistisch irgendwo zwischen ganz seichten U2, aalglatten COLDPLAY und überflüssigen ONE DIRECTION einzuordnen sind. Und der sich auch diesmal sicher einstellende Erfolg wird sie auch weiterhin in ihrem Tun bestätigen. Und das ist auch verdammt gut so. Denn das Publikum lechzt nach leichter Berieselung mit hoher Sehnsuchtsromantik.

Brot und Spiele funktionierte eben schon bei den Römern. Fast frei nach Flatz heisst das in unsere heutige Zeit transferiert: Fressen, (THE) FRAY, Fernsehen.


Tracklist:
1.Hold My Hand
2.Love Don't Die
3.Give It Away
4.Closer To Me
5.Hurricane
6.Keep on wanting
7.Our Last Days
8.Break Your Plans
9.Wherever This Goes
10.Shadow and a Dancer
11.Same as You

Alte Kommentare

von The FRAY 20.03.2014 16:45

Du kennst die Band nicht und hast Dich nicht mit der History beschäftig, oder ? Dann wäre dieses review kompetenter ausgefallen. Zwar ist diese CD wirklich ne Riesenenttäuschung und gar nicht gut, dein review ist aber (leider) noch schlechter.

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Markus L.

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Wenn mich interessieren würde, was andere über mich denken, könnte man sicherlich mit mir über meine Einstellung und den ganzen Bla diskutieren. Tut es aber nicht, ergo kann man es sich auch ersparen. Beratungsresistent eben!

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