Plattenkritik

The Graviators - The Graviators

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Release Date: 24.09.2010
Datum Review: 11.11.2010

The Graviators - The Graviators

 

Schweden, normalerweise das Land des melodischen Death-Metal. Seit einigen Jahren aber tun sich dort immer mehr Bands auf, die sich am Sound von BLACK SABBATH, PENTAGRAM oder ELECTRIC WIZARD zu orientieren. So kommt mit THE GRAVIATORS nun der nächsten Doom-Export, neben WITCHCRAFT und GRAVEYARD, aus dem hohen Norden.
Im Gegensatz zu ihren oben genannten Landsmännern geht es aber hier aber nur in wenigen Momenten psychedelisch zu, sondern es regieren eher schneidende Riffs und der Groove.
Die Schweden schaffen es dabei in jedem der zehn Songs einen ohrwurmverdächtigen Refrain zu platzieren, der auch noch nach dem Hören des Albums im Ohr bleibt. Das eher ruhige, mit seiner hervorstechenden Melodie fesselnde, „Back To Sabbath“ oder „Juggernaut“, welches neben einer bemerkenswerten Gesangslinie, auch mit vielen Variationen im Tempo aufwartet, sind dabei zwei sehr gute Beispiele dafür, dass sich THE GRAVIATORS nicht nur auf einprägsame Hooks und Refrains verlassen, sondern auch in Sachen Songwriting einiges auf dem Kasten haben. Ein hervorzuhebender Track ist der Vorletzte „The Roller“, welcher seinem Namen absolut gerecht wird. Es ist das einzige komplette Uptempo-Lied der Veröffentlichung und THE GRAVIATORS treten hier einen Song lang komplett aufs Gaspedal und grooven in bester KYUSS-Manier - Die Wah-Wah-Gitarre wurde dabei natürlich nicht vergessen und wabert im Hintergrund.
Zu den wohl okkulten Texten der Band lässt sich von dieser Stelle aus wenig sagen, da das Promomaterial diese leider nicht enthielt. Die Produktion des Albums ist authentisch, zu jeder Zeit transparent, und lässt auch nicht den gewissen Druck vermissen, der für diese Art von Musik notwendig ist. Natürlich erfinden THE GRAVIATORS auf ihrem selbstbetitelten Debüt das Rad des Doom-Metal nicht neu, schaffen es aber den Sound der Mitsiebziger so frisch rüberzubringen, dass man sie glatt für eine Band aus dieser Zeit halten könnte, deren CD in die heutige Zeit „übersetzt“ wurde.

Trackliste:
1. Keep em Commin'
2. Storm of Creations
3. Back to the Sabbath
4. Juggernaut
5. Shapes of Babylon
6. Mountain Man
7. Saturnus
8. She's a Witch
9. Roller
10. Planet Gone

Review von Manuel.

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Manuel

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Ich schreibe Artikel. Manchmal schlecht, manchmal gut, immer über seltsame Musik.

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