Plattenkritik

The Irrepressibles - Mirror Mirror

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Release Date: 26.03.2010
Datum Review: 08.03.2010

The Irrepressibles - Mirror Mirror

 

Als im Vorfeld zu „Mirror Mirror“, dem Debüt von THE IRREPRESSIBLES der Song „In This Shirt“ veröffentlicht wurde, war die Spannungshaltung groß. Was für ein Song. Geprägt von großen Symphonien schlängelte sich eine kaum auszuhaltende Spannung durch Fünf Minuten Liedgut und hinterließ offene Münder. Ob das Album langerwartete Album aber auch halten kann, was es einst versprach?

Ich muss verneinen. „Mirror Mirror“ schwächt über seine komplette Länge höllisch ab, sodass „In This Shirt“ am Ende dieser Platte total verblasst. Aber warum? Jamie McDermott, Kopf der zehnköpfigen Band, hat doch im Grunde alles richtig gemacht. Große Melodien, ausufernde Symphonien, riesiges Orchester, geniale Stimme. Viele Bands würden um den Ideenstamm des Mannes viel geben. Aber irgendwie ist „Mirror Mirror“ über sein Ziel hinaus gestochen. Ob das nun der PATRICK WOLF Opener „My Friend Jo“ oder die nachfolgenden, sehr melodramatischen, Songs sind. McDermott singt dabei in einer sehr erhabenen Tonlage, klingt oft wie ein höhergestellter Interpret eines ganzen Stücks und zelebriert sich vielleicht sogar ein Stück weit selbst. Das klingt wiederum sehr interessant, lässt Mythen entstehen und bringt den Hörer ins Grübeln, fesselt ihn sogar. Jedoch ist spätestens in der Mitte der Platte Schluss mit dem Spannungsbogen. Er wird zwar weiter strapaziert, ist aber längst ausgeleiert. „Mirror Mirror“ fehlt es an der zweiten Hälfte leider an Schmiss und so versinkt auch das eigentliche Highlight, „In This Shirt“, im Nichts einer Platte, die einfach zuviel wollte.

Tracklist:
1. My Friend Jo
2. I’ll Maybe Let You
3. In Your Eyes
4. Anvil
5. Forget The Past
6. Knife Song
7. My Witness
8. Nuclear Skies
9. Splish! Splash! Sploo!
10. The Tide
11. Transition Instrumental
12. In The Shirt

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Raphael

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