Plattenkritik

The Jetpacks - About Girls, Cars And Booze

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Release Date: 21.08.2009
Datum Review: 03.08.2009

The Jetpacks - About Girls, Cars And Booze

 

Wenn sich mir eine Band mit dem Namen THE JETPACKS vorstellt, weiß ich eigentlich schon direkt worum es geht: Punkrock, Punkrock und nochmals Punkrock. Der Promozettel beschreibt das, was THE JETPACKS auf „About Girls, Cars And Booze“ machen, als einen Stilmix aus ELVIS UND MOTÖRHEAD und nennt das ganze Punk ´n´ Roll. Die vergleiche hinken gar nicht mal so sehr, da die Stimmlage immer wieder zwischen diesen beiden Extremen oszilliert.

„About Girls, Cars And Booze“ bietet einen knappe dreiviertel Stunde kurzweilige Unterhaltung, diese zum Teil sogar auf recht amtlichen Niveau. Sicher, die Strukturen des Punkrock sind weitläufig bekannt. Oftmals gehört nicht viel dazu, einen Song für dieses Genre zu schreiben. Es gibt den flitschenden Bass, die bekannten Akkorde, das typisch schnelle Getrommel. Dennoch schaffen es THE JETPACKS sich einen recht eigenen Stil zu erschaffen, wenngleich das Album gespickt ist mit Zitaten. So könnte der Titel „Recall“ schon fast aus der Feder von den DROPKICK MURPHYS oder FLOGGING MOLLY stammen, da hier die große Folk-Kiste aufgemacht wird und eine dieser typischen Hymnen entsteht.
In weiteren Songs werden immer wieder die Trompeten ausgepackt und das hier so allseits beliebte Wort „Ska“ schießt einem in den Kopf. So weit kommt es aber nicht, der Einsatz das Blasinstrumentes hält sich im Hintergrund und wird nicht übermäßig eingesetzt.
Das Album klingt wie der perfekte Soundtrack für einen Abend in einer versifften Kneipe. Das Bier fließt in rauen Mengen, Menschen pöbeln sich an, schlagen sich und trinken danach gemeinsam weiter. Männer eben. Der richtige Funke will aber dennoch nicht überspringen, wenngleich Stücke wie „Singalong“ oder „King Of The Road“ zu überzeugen wissen.

Der Promozettel zitiert zum Abschluss die Band: „Warum über schlimme Ereignisse, wie die Wirtschaftskrise oder die globale Erwärmung singen, wenn man einen Text über eine durchzechte Nacht schreiben kann?“ Das ist soweit richtig, Musik soll immer noch Spaß machen. Ein bisschen Tiefgründigkeit hätte aber dennoch nicht geschadet. Die Hoffnung darauf gibt man aber spätestens beim eröffnenden Rülpser zu „Turn The Pages“ auf. Kann man Hören, muss man aber nicht.

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Alex G.

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