Plattenkritik

The Juliana Theory - Emotion Is Dead

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Release Date: 01.01.1970

The Juliana Theory - Emotion Is Dead

 

Obwohl The Juliana Theory auf dem hauptsächlich für christliche Veröffentlichungen bekannten Label TAN sind gehören sie laut eigener Aussage jedoch nicht zu dieser Kategorie von Bands, haben also keine religiöse Botschaft oder ähnliches. Die Texte lassen solche Rückschlüsse sowieso nicht zu. Das nur zur Beruhigung einiger Leute.
Schon das erste Album "Understand this is a dream" konnte mit schönem, eingängigem Emo/Indie aufwarten, und war mit Sicherheit eines der besseren Alben aus der Ecke. Mit "Emotion is dead" schlagen die Jungs ähnliche Pfade ein wie Jimmy Eat World oder Starmarket mit deren aktuellen Longplayern. Sprich, alles ist etwas experimenteller, abwechslungsreicher aber teilweise auch eingänger oder "kommerzieller", wenn man das so nennen will, geworden. Dazu vielleicht ein Statement von Sänger Brett (nach dem Titel der Platte gefragt): "[However] In modern music I often question if there's an emotional hearbeat left. With the common trends of overproduced and manufactured pop sensations with little or no say in what they play… Choreography and plastic surgery are as big of a part of modern music as the guitar is now. Our new record is definitely produced, but WE did everything on it…". Und außerdem ist die Musik von TJT immer noch eindeutig als Gitarrenmusik zu identifizieren... So sind zum Beispiel "If I told you this is killing me, would you stopp?" oder auch das lustigerweise "Understand the dream is over" betitelte Stück doch etwas "heftiger". Richtig experimentell dagegen klingt das Instrumental "Dot matrix with stereo sound" mit programmiertem Beat und einem Klavier, aber dafür auch heftig metallischen Gitarren. Ebenfalls als Instrumental und mit einem elektronisch klingendem Beat und Klavier kommt der Titeltrack daher. Ab der Hälfte wird sogar ein gemäßigter Breakbeat eingebaut. Tja, eigentlich ist das purer Elektro oder so was in der Richtung. Aber als Outro irgendwie cool. Schön eingängig und mit ordentlich Hit-Potential versehen sind u.a. der Opener "Into the dark", das teilweise mit sphärischen Keyboards hinterlegte "We're nothing without you", das Akustik Stück "Something isn't right here" oder auch die überlange Halb-Ballade "You always say goodnight, goodnight" welche gegen Ende aufgrund des Chorus und ewig langen Gitarrensolos jedoch etwas skurril klingt.
Wer also "Clarity" von JEW mochte wird bestimmt auch hiermit glücklich. Ich jedenfalls finde die Scheibe Klasse und bin der Meinung das Sie aus der Flut der Veröffentlichungen doch etwas heraussticht.
(Ich will ja keine Werbung machen, aber da es TAN Platten nicht überall gibt sei potentiellen Käufern Green Hell (www.greenhell.de) empfohlen, die deren Sachen i.d.R. haben.)

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Olli

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