Plattenkritik

The Lemonheads - S/T

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Release Date: 29.09.2006
Datum Review: 05.10.2006

The Lemonheads - S/T

 

Nachdem Evan Dando im Anschluss an die Auflösung der LEMONHEADS für einige Zeit untergetaucht ist, wurde seine Leidenschaft für die Musik einige Jahre später, und nach eigener Aussage nach seiner Hochzeit, wieder entfacht. Dando etablierte sich als Solokünstler, besetzte die Position als Frontmann bei den reformierten MC5 für eine ausgiebige Tour und spielte in variablen Line-Ups diverse Shows. Der Schritt zur Wiederbelebung der LEMONHEADS war dann auch kein großer mehr, und da Dando in der Vergangenheit der einzige konstante Faktor in der Band war und schon fast eine Tradition der ständigen Neubesetzung der weiteren Positionen im Bandgefüge besteht, griff er für das erste LEMONHEADS Studioalbum seit 10 Jahren zu den ganz großen Kalibern.

Drummer und Produzentendervisch Bill Stevenson (BLACK FLAG, ALL, DESCENDENTS) sowie Bassist Karl Alvarez (DESCENDENTS, ALL) wurden ins Boot geholt und damit bereits die Richtung des neuen Longplayers vorgegeben. Der punkig angehauchte folkige Popsound der LEMONHEADS sollte einen lauten und rockigen Touch erhalten und Stevenson und Alvarez waren hierfür die perfekte Wahl. Im Gegensatz zu den Solowerken von Dando ist das selbstbetitelte LEMONHEADS Album auch deutlich extrovertierter und rockiger geworden. Das "Car Button Cloth" bereits 10 Jahre in der Vergangenheit liegt mag man gar nicht so recht glauben und so begleitet einen die sanfte Stimme von Dando in die Vergangenheit, Erinnerungen an die Hochzeiten von DINOSAUR JR und natürlich die LEMONHEADS rücken wieder in greifbare Nähe und da verwundert es schon gar nicht mehr das J Mascis (DINOSAUR JR) als Gastmusiker auf dem Album vertreten ist. Natürlich haben wir es hier nicht mit einer Punkscheibe zu tun, aber der Sound der LEMONHEADS erweist sich als direkt und forsch und trifft auch von der Produktion her absolut den Zahn der Zeit. Bill Stevenson überrascht hier sowohl mit kleineren Gesangsparts als auch mit Songwritercredits für "Become The Enemy" und "Steve's Boy", die sich wunderbar ins Gesamtbild des Albums fügen. Herrlich unspektakulär verzaubern einen die 11 Songs der selbstbetitelten Scheibe. Dass eine Juliana Hatfield hier als Backgroundsängerin fehlt, fällt gar nicht weiter auf und so kann man sich eigentlich nur darüber freuen, dass die LEMONHEADS zur richtigen Zeit ihr Comback feiern.

TRACKLISTE

1. Black Gown
2. Become the Enemy
3. Pittsburgh
4. Let's Just Laugh
5. Poughkeepsie
6. Rule of Three
7. No Backbone
8. Baby's Home
9. In Passing
10. Steve's Boy
11. December

Alte Kommentare

von sveja 12.10.2006 09:20

wunderschönes review!! kann mich nur anschließen

von @ Sveja 17.10.2006 12:36

Arbeitest Du für die Plattenfirma von denen? Ich find das Review voll vom Promozettel abgeschrieben.Und eins is doch wohl auch klar,daß keiner vom Allschools Team die Anfangstage der Lemonheads mitbekommen hat,da haben die noch Kreator zugejubelt

von zk 17.10.2006 14:04

hatte die cd ja auch vorliegen..es ist schon immer lustig zu sehen, was leute vermuten was auf so einem promozettel zu finden ist, geschweige denn was abgeschrieben ist... finde das review ist gut recherchiert und fast sehr schön die stimmung des cds zusammen.

von MAJA 17.10.2006 14:10

SCHÖNES REVIEW. das cover ist n wenig rosa geraten ansonsten ist auch die scheibe super.. und wer sagt denn bitteschön, dass man nur über mucke schreiben kann, deren ursprung man auch zu der damaligen zeit miterlebt hat...?

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Torben

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Allschools Chef

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