Plattenkritik

The Low Lows - Fire On The Bright Sky

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Release Date: 20.10.2006
Datum Review: 31.10.2006

The Low Lows - Fire On The Bright Sky

 

Da ich schon bei RADIOHEAD oder AIR nicht gerade vor Euphorie das Hüpfen anfange, fällt es mir bei den THE LOW LOWS noch schwerer. Diese Musik ist nicht beruhigend oder gar entspannend, nein, sie wirkt geradezu komatös! „Velvet“ mit seinen leicht Country-angehauchten Songstrukturen entringt mir ein anerkennendes Lächeln, der Rest ist furchtbar monoton gleichklingend und ereignislos.

Ich bilde mir ein, dass ich im Bezug auf Musik ein recht offener Mensch bin und auch, wenn es nicht in mein musikalischen Metier fällt, immer objektiv beurteile aber in diesem Fall muss ich sagen: Ich kann dem rein gar nichts abgewinnen. Nun ist einer meiner Nebenjobs die Aufgabe Pizza auszufahren und dabei höre ich die meisten CDs durch, weil ich dort am wenigsten Ablenkung hab. Dieser Fakt war bei THE LOW LOWS kein guter Kritikpartner, denn von „Dear Flies, Love Spider“ an, bis zum letzten Song „The Russian Ending“, hatte ich ernsthafte Schwierigkeiten nicht einzuschlafen. Also hört sie euch nicht an, wenn eure Konzentration von Nöten ist! THE LOW LOWS machen ernsthafte, sehr ruhige „Chillout“ Musik, die super zu Aktivitäten, wie Autogenes Training passen würde. Sehr langsam, sehr zaghaft, ohne, dass ein einziges Mal eine Eruption die Lieder erschüttern würde und die Musiker aus sich heraus kämen. Die Leute sind mit Sicherheit keine schlechten Musiker, dass kann man zumindest anhand des Albums „Fire On The Bright Sky“ sagen, aber besonders virtuos und abwechslungsreich ist es auch nicht.

Die Gitarren sind reine Harmonieinstrumente und die Rythmusfraktion aus Bass und Schlagzeug simpel und spärlich gesät. Zwei Sänger, so scheint es, ergreifen hier das Mikrofon und bringen Lieder „Lane Fire“ oder Poor Georgia“ zum Besten. Der eine klingt etwas nasal, der andere hat eine schöne, runde, weiche und tiefe Stimme. Aber es fehlt der Kick, der ab und zu, der bei Bands wie FURTHER SEEMS FORVER (die nun auch keine Brettermusik machen) kommt. Ich finde es ist keine schlechte Band, hat mich aber null tangiert und furchtbar störend auch, dass das gesamte Album in einem Telefonhörereffekt aus den Boxen schallt und daher nicht viel bassige Tiefe besitzt.

Tracklist

1. Dear Flies, Love Spider
2. White Lines
3. Velvet
4. St.Neil
5. Wolves Eat Dog
6. Lane Fire
7. Poor Georgia
8. (No Such Thing As) Sara Jane
9. Aquanaut
10. The Russian Ending

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Linc

Autoren Bio

Singer-Songwriter bei "Linc Van Johnson & The Dusters" (Folk´n´Roll) Singer @ Supercharger (DK) Part of the ALLSCHOOLS family since 2006.

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