Plattenkritik

The Morning After - Legacy

Redaktions-Rating

Info

Release Date: 09.12.2011
Datum Review: 21.11.2011

The Morning After - Legacy

 

Ich bin ja noch ganz neu bei Allschools aber eins habe ich schon gelernt: Bandinfos sollte ich am besten einfach ignorieren. Als ich von der Arbeit nach hause gefahren bin, habe ich mir während der langen S-Bahn Fahrt schonmal ein bisschen was über The Morning After angelesen, alles klang nach dem perfekten Abend. Mir wurden die neuen Dragonforce vermischt mit einer ordentlichen Prise Glamrock versprochen. Aber um über sowas zu schreiben, braucht es Sorgfalt und eine gute Vorbereitung. Also hab ich mir erstmal im Supermarkt eine Flasche Wein geholt, mich zuhause hingesetzt, das erste Glas eingeschenkt und Legacy, meine Metal-Hoffnung, angemacht.

Der erste Song, ein Intro, versprach auch schon einiges. Hier hat alles sehr angenehm an Queen erinnert. Ein sakral anmutender Chor, dazu schon der erste Ansatz eines herzzerreissenden Gitarrensolos. Mein Abend schien perfekt zu sein. Zum ersten Song dann auch der erste Schluck Wein. Von da ab ging alles steil bergab. Der Wein war schrecklich, untrinkbar und The Morning After verwandelten sich mit einem Schlag in eine furchtbar ideenlose Pop Punk Band. Nicht so eine die ja noch irgendwie grade ob ihrer Plumpheit und Eintönigkeit witzig ist, sondern eher so vom Format amerikanischer High School Filme. Es wurde düster. Und zwar richtig.

An Metal ala Dragonforce habe ich beileibe nichts finden können, die wenigen Versuche, Soli zu spielen hätte sogar Vinnie Stigma von Agnostic Front besser, vor allem interessanter und abwechslungsreicher hinbekommen. Aber selbst wenn ich mich von den Ankündigungen des Promotextes und meinen hohen Erwartungen verabschiede, kann ich leider trotz einer Stunde Spielzeit nichts positives, ja nichtmal eine Nuance Stil an diesem Album finden. Wie es sich gehört ist auch hier für die vermeintliche Abwechslung noch ein Akustik Track verbraten worden, der jedoch, wie auch seine Vorgänger nichts kann und keine frischen Ideen für mich bereithält.

Damit bleibt wohl nicht mehr zu sagen als: Danke The Morning After, danke liebe Promoagentur, dass ihr mir meinen Abend vermasselt habt.

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Randy

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