Plattenkritik

The Moth - They Fall

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Release Date: 28.09.2013
Datum Review: 12.12.2013

The Moth - They Fall

 

Es dauert ein wenig bis das Debüt Album „They Fall“ des Hamburger Trios THE MOTH zündet. Was beim ersten Durchlauf nicht direkt in Mark und Bein übergeht, vermag aber bei jedem weiteren Anlauf immer mehr zu überzeugen.
Der Opener „Won't Return“ zeigt, dass THE MOTH die Grundlagen des Sludge nicht nur beherrschen, sondern diese scheinbar spielerisch abspulen können. Solides rhythmisches Standard-Riffing mit für die Stilrichtung durchaus zügigem Tempo, ohne jedoch wirklich auf einen Höhepunkt hinzu steuern. Der Gesang ist vergleichsweise leise abgemischt, das sorgt zum einen dafür, dass er ein wenig untergeht. Man könnte es aber durchaus auch positiv ausdrücken, er verschmilzt mit den Instrumenten zu einer Einheit, gerade weil er sich nicht über den Rest erhebt. Ausdrucksstark ist in jedem Fall das Gesangs - Duett und Zusammenspiel zwischen Cécile am Bass und Freden an der Gitarre. Markant aufgrund der unterschiedlichen Klangfarben. Cécile zwar nicht unbedingt typisch weiblich, aber eben doch auf einer ganz anderen Ebene als Freden, der doch ganz rauh von tief unten im Keller die Töne nach oben befördert. Ein wirkliches interessantes Merkmal, vielleicht auch eine Art Markenzeichen? Ansonsten bleibt zu sagen, dass wenn man mal vom Groove und von den sich oftmals immer und immer wiederholenden Riffs gefangen wird, dann machen THE MOTH und „They Fall“ richtig Spaß. Nichts wirklich Neues, aber ein wirklich gutes Sludge/ Stoner Metal Album mit fetten Gitarren und einem richtig schiebenden drückenden Sound.

Tracklist:
1.Won’t Return
2.Open Forrest
3.Wasted Time
4.The Moth
5.Rawhawk
6.This Is The Lie
7.They Fall
8.The New Speed

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Felix M.

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ruhiger, bodenständiger Zeitgenosse

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