Plattenkritik

The New Up - Gold

Redaktions-Rating

Info

Release Date: 26.10.2010
Datum Review: 01.10.2010

The New Up - Gold

 

Mit „Gold“ legen THE NEW UP ein weiteres Album vor, welches sich wie gewohnt im Bereich des psycheledic Rock bewegt. Durch ein gelungenes Songwriting und durch Menschen die ihre Instrumente beherrschen gestaltet sich ein solides Werk. Doch gibt es davon genügend und ohne etwas besonderes würde diese Band wie viele andere unbemerkt irgendwann wieder von der Bildfläche verschwinden.

Doch zum Glück besitzt THE NEW UP eine unglaubliche Sängerin, die den Sound der Band bestimmt und sie so zu etwas Besonderem macht. Ihre Stimme vermag es den Hörer von der ersten Sekunde an mitzureißen. Dies geschieht bereits beim ersten Track „Gold“, welcher durch diese intensive und prägende Stimme bestimmt wird und durch eine schöne Melodie zum perfekten Opener und zu einem großartigen Song wird, der sich bereits nach dem ersten Hören in den Gehörgängen festsetzt. Beim folgenden Song „Daydream“ wird eine weitere Besonderheit der Band deutlich, beschränkt man sich doch nicht nur auf eine Sängerin, sondern holt noch einen männlichen Part an Bord. Zusammen wirken diese Stimmen sehr harmonisch und auch der wechselnde Gesang stört keineswegs, sondern sorgt für etwas mehr Abwechslung. Diese ist manchmal auch recht angenehm, hält sich die instrumentale Untermalung doch recht in Grenzen und wagt leider keinerlei große Ausbrüche. „Gold“ bietet neben ruhigen Passagen natürlich auch einige wildere, doch wirkt es immer etwas zart und zurückhaltend. Dies ist es jedoch, was dieses Album ausmacht. Es nimmt sich etwas zurück und überfordert den Hörer nicht. In diesen ruhigen Momenten kommt zudem die Stimme von Sängerin ES Pitcher erst voll zur Geltung und kann sich voll entfalten in all ihren Facetten. Jedoch neben all diesen positiven Aspekten gibt es natürlich wie immer einen kleinen Harken, an dem sich Kritiker aufhängen könnten. Leider fehlt es dem Album nämlich ein wenig an Spannung, Abwechslung und Innovation. Zu häufig plätschert es trotz großartiger Stimme vor sich hin und gerät somit etwas in den Hintergrund.
Trotz allem ist es jedoch ein sehr entspanntes Album mit tollen Momenten, welches durchaus zu begeistern weiß und zur Not kann es ja auch mal im Hintergrund laufen und so für eine angenehme Atmosphäre sorgen.


Tracklist:
01. Gold
02. Daydream
03. Tiz Da Season
04. Situation Overload
05. See Yourself
06. Emphasis
07. Just Because
08. Better Off

Autor

Bild Autor

Wencke

Autoren Bio

fragt mich selbst...

Suche

Social Media