Plattenkritik

The Phantom Band - Fears Trending

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Release Date: 31.01.2014
Datum Review: 03.02.2015

The Phantom Band - Fears Trending

 

Proto-Robofolk also. Ein wenig von Allem und das Ganze um den Faktor Indie reduziert. Fern des Scheiterns, zumal das Alte noch nicht alt und das Neue eigentlich doch nur der eigenen Neurose folgt. Nichts ist eben so beständig wie der Wandel...außer der Drang...

Obwohl die ersten Lebenszeichen des schottischen Sextetts bis ins Jahr 2007 zurück reichen und bereits drei Alben unter dem aktuellen Namensbanner THE PHANTOM BAND veröffentlicht wurden, dürfte die Band hierzulande immer noch als Geheimtipp gelten. Mediale Aufmerksamkeit sieht anders aus, die Netzhaut überflutende Präsenz und Hatz quer durch die selbst erkorene Fachpresse blieb bisher ebenfalls aus.
Großspurige PR-Phrasen? Fehlanzeige! Dieses Kollektiv lässt sich wohl nicht mit den üblichen Mechanismen greifen, vermarkten und ausschlachten. Zu smart, zu bedacht, zu anders und dabei doch nur normal. Eben nicht der Stoff aus dem herkömmliche Teenie-Träume sind.

Eher erwachsen, gefestigt, und doch sehr der eigenen Identitätssuche verschrieben. Aber keinesfalls bieder, spießig oder gar mit der Masse schwimmend. Nein, THE PHANTOM BAND sind Überzeugungstäter. In ihrer Musik finden sich Spurenelemente von Folk, Indie, Rock und auch Psychedelic. Angereichert mit elektronischen Klangspielereien fügen sich die einzelnen Elemente zu einer fast schon düster-hypnotisierenden Melange zusammen; gekrönt von einem unaufdringlichem und leicht britisch anmutenden Gesang.

Zugegeben – die sieben Songs auf „Fears Trending“ brauchen Zeit. Doch ist der Funke erst einmal entzündet fesselt der edle Charme des bandeigenen Soundkosmos auf sanfte, sehr einfühlsame Weise. THE PHANTOM BAND sind nicht als feste Figur greifbar, sondern vermischen schemenhaft DAVID BOWIE, BLOC PARTY und EDITORS, ja vielleicht sogar THE DOORS zu ihrer eigenen Soundcollage und erschaffen damit ein begeisterndes Kleinod!

Wie sich das anhört? Wie Proto-Robofolk halt!

Tracklist:
1. Tender Castle
2. Local Zero
3. Denise Hopper
4. Black Tape
5. Spectrelegs
6. The Kingfisher
7. Olden Golden

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Markus L.

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Wenn mich interessieren würde, was andere über mich denken, könnte man sicherlich mit mir über meine Einstellung und den ganzen Bla diskutieren. Tut es aber nicht, ergo kann man es sich auch ersparen. Beratungsresistent eben!

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