Plattenkritik

The Postal Service - The Distric Sleeps Alone Tonight

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Release Date: 01.01.1970

The Postal Service - The Distric Sleeps Alone Tonight

 

Was habe ich mich über das aktuelle The Postal Service Album „Give Up“ gefreut. Welch eine unglaublich harmonische Melange aus Trübseeligkeit, Depression und immer wieder aufflammender Hoffnung. Benjamin Gibbard, der bereits mit seiner Band Deathcab For Cutie, und dem letzten Album „Transatlantism“ bewies über was für eine einzigartig klare und tiefgehende Stimme er verfügt, zeigt sich jetzt mit „The Postal Service“ als Solo-Künstler. „The District Sleeps Alone Tonight“ ist die zweite Single-Auskopplung aus dem bereits etwas länger erhältlichen „Give Up“-Albums, welches für mich neben der Thermals Lp die beste Veröffentlichung seit langen aus dem Hause Sub Pop ist. Auch als Solokünstler macht Gibbard eine mehr als glückliche Figur und reichert schwermutige und auf das nötigste reduzierte Songwriterperlen mit Elektroloops, Samples, Keyboards und Drumcomputern an. Man fühlt sich unweigerlich an eine englischsprachige Variante von The Notwist erinnert, und kann sich dem zuckersüßen Elektropop- Charme nicht entziehen. Wenn Gibbard seine Worte geradezu schüchtern und distanziert ins Mikro haucht und eine Wärme erzeugt, die einem Kaminfeuer gleichkommt, ist es um den Hörer geschehen, und wäre „The Postal Service“ eine Frau, würde ich von Liebe auf den ersten Blick sprechen. Eine Band , die man einfach gehört haben muss !
Neben dem Titeltrack gibt es einen fast schon clubtauglichen Remix zu „The District Sleeps Alone Tonight“ und auch „Such Great Heights“, der ebenfalls auch dem Album wieder zu finden ist, wird hier neu interpretiert. Nicht zu vergessen ist der unveröffentlichte Song „Suddenly Everything Has Changed“ der allerdings nicht ganz die Klasse vom „Give Up“ Material erreicht. Eine DER Neuentdeckungen des letzten Jahres !

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Werner

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