Plattenkritik

The Prize Fighter Inferno - My Brother\'s Blood Machine

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Release Date: 02.12.2006
Datum Review: 07.11.2006

The Prize Fighter Inferno - My Brother\'s Blood Machine

 

COHEED AND CAMBRIA haben bekanntlich derzeit einige Problem mit ihrem Line-Up und haben sich von Bassist und Schlagzeuger getrennt. Zuletzt veröffentlichte man den vierten Teil ihres fünfteiligen Konzeptepos mit dem Namen "Good Apollo, I'm Burning Star IV, Volume One: From Fear Through the Eyes of Madness" und wenn man mich fragt, hat man sich trotz des Erfolges ein wenig zu sehr vom Erdboden gelöst und verliert sich im selbst gesteckten Anspruch. Nun erscheint mit THE PRIZE FIGHTER INFERNO das Soloalbum von COHEED AND CAMBRIA Mastermind und Sänger Claudio Sanchez.

Jener Sanchez bewegt sich auf "My Brother's Blood Machine" zwar musikalisch in anderen Gefilden, kann sich aber inhaltlich nicht von der selbst geschaffenen Fantasiewelt lösen. THE PRICE FIGHTER INFERNO aka Jesse ist aus dem COHEED AND CAMBRIA Universum bekannt, in dem er zuletzt starb. Außerhalb des Sonnensystems in dem die CAC Story spielt erfolgt nun seine Wiederauferstehung auf der heutigen Erde. Bevor er die Geschichte der Amory Wars erzählen kann muss er jedoch jene der Blood Machine kundtun. Soviel zur zeitlichen Einordnung dieses Konzeptalbums in das COHEED AND CAMBRIA Konstrukt, für die man schon ausgewiesener Fan sein muss um noch annährend durchzusteigen. Interessanter ist jedoch die musikalische Umsetzung des Projektes, die zwischen Singer/Songwritertum, Folk und Electronica einen ganz besonderen Charme entwickelt, der zumindest ansatzweise an das grandiose Debüt "The Second Stage Turbine Blade" erinnert. Sehr atmosphärisch und von dezenten Elektroklängen begleitet, leitet "The Going Price for Home" die Geschichte des Albums ein. Im weiteren Verlauf demonstriert Sanchez auf dem von ihm produzierten Album sein musikalisches Facettenreichtum, welches auch ohne Prog-Ausuferungen auskommt und meist im akustischen Gewand überzeugt. Auch stimmlich variiert er zwischen dunklem Gesang und der charakteristischen Kopfstimme, die zu seinem Markenzeichen geworden ist. Ziemlich stripped down und doch eingängig begeistern vor allem "A Death in the Family" mit seinem Retro-Nintendo Sound und natürlich der absolute Hit "Who Watches the Watchmen?" mit seinem warmen und erdigen Gitarrenrhythmus. Abgesehen von den doch eher wirren Handlungssträngen mit viel Interpretationspotential und –bedarf, begeistert vor allem die elektronische Seite von Sanchez doch wieder uneingeschränkt.

Tracks:
1. "The Going Price for Home" - 4:04
2. "The Fight of Moses Early & Sir Arthur McCloud" - 2:37
3. "Our Darling Daughter You Are, Little Cecilia Marie" - 3:38
4. "A Death in the Family" - 3:25
5. "The Margretville Dance" - 3:42
6. "Accidents" - 5:14
7. "Run, Gunner Recall, Run! The Town Wants You Dead!" - 3:28
8. "Who Watches the Watchmen?" - 4:16
9. "Wayne Andrews, the Old Bee Keeper" - 2:59
10. "The Missing McCloud Boys" - 3:37
11. "Easter" - 2:43
12. "78" - 4:00

Alte Kommentare

von TheOnlyGuyEver 10.11.2006 18:29

Oh man... Co&Ca haben sich von Drummer und Basser getrennt? Ja sicher... Da hat wohl jemand mal wieder nicht richtig zugehört was?

von freeed 10.11.2006 20:31

siehe altpress!!!

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Torben

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