Plattenkritik

The Psyke Project - Samara

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Release Date: 01.01.1970

The Psyke Project - Samara

 

Das Dänemark mit Schweden fußballtechnisch mithalten kann wissen wir ja spätestens seit der diesjährigen EM in Portugal. Was die Punk- Metal- und Hardcoreszene der beiden skandinavischen Länder betrifft, spielt Dänemark hierzulande doch eher eine Außenseiterrolle, während das Echo der riesigen schwedischen Musikszene regelmäßig allerorts zu hören ist. Das Dänemark jedoch so einiges im Hardcore-Bereich zu bieten hat, haben bereits COMPLETE und JIM FEAR eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Nun machen sich die seit 2001 bestehenden THE PSYKE PROJECT mit einer geballten Ladung Metalcore auf uns ebenfalls von ihren Qualitäten zu überzeugen. Die in alter "do it yourself" Manier an den Start gebrachte und durch die Band selbst vertriebene EP hat den Namen SAMARA. Neben einer Stadt in Russland trägt auch das böse Mädchen im Film "The Ring" diesen Namen. Mit eben diesem Film und seiner düsteren Stimmung sowie den vielen Überraschungsmomenten lässt sich das 9 Songs umfassende Release von THE PSYKE PROJECT auch gut vergleichen. Inspiriert von Bands wie NORMA JEAN und CONVERGE überhäuft SAMARA den Hörer mit wilden, scheinbar chaotischen Metalriffs gepaart mit der stetig lauernden Double Bass. Langsame, epische Passagen lassen das aufgewühlte Gemüt zwischenzeitig zur Ruhe kommen bevor einen die nächste Gitarrenwand aufschrecken lässt und es weiter geht - ins Ungewisse. Vom Flüstern übers Schreien bis hin zum Grunzen ist hier alles vertreten. Als eingänglich kann man diese Scheibe keinesfalls beschreiben und erst mit mehrmaligem Durchhören erschließen sich SAMARA dem Hörer, dann jedoch um so nachhaltiger. Nach dieser Veröffentlichung sollte es THE PSYKE PROJECT nicht schwer fallen ein geeignetes Label für ihre nächste Produktion zu finden.

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Torben

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Allschools Chef

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