Plattenkritik

The Silent Type - Of Writing / Of Violence

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Release Date: 01.01.1970
Datum Review: 28.07.2005

The Silent Type - Of Writing / Of Violence

 

Das Debütwerk von THE SILENT TYPE hat mich einige Zeit gekostet. Immer wieder flog die CD aus meinem Player, weil ich einfach zu hibbelig war mich auf den atmosphärischen, ruhigen Indierock einzulassen. "Of Writing / Of Violence" entstammt der Feder von Nathan Altice, der sein Schaffenspotential als Songwriter bereits mit einer ersten EP sowie einer Split mit GREGOR SAMSA unter Beweis gestellt hat.

Auf Limekiln Records erscheint der Longplayer, bei dem Altice fünf weitere Köpfe um sich geschart hat, die mit unglaublich intensiven Momenten die lyrische Poesie des Protagonisten untermalen. Obwohl hier musikalisch neben der akustischen Gitarre einiges von bewegenden Pianoparts über Banjopassagen bis hin zum Violinen- und Celloeinsatz dargeboten wird spielt sich das Geschehen großteils minimalistisch ab. Viele kleine Höhepunkte finden sich in 7-minuten Stücken wieder, die den Indie-Freund trotz latenter Melancholie vor Freude jauchzen lassen. Ein bisschen wird man schon an den besagten GREGOR SAMSA erinnert, zu anderen Momenten an BRIGHT EYES ohne die Weinerlichkeit in der Stimme. Der introvertierte Altice schüttet auf "Of Writing / Of Violence" mit seiner sanften Stimme das Herz eines Poeten aus – wenn der weibliche Gesang von Gastmusikerin Mora Davis (DENALI / BELLA LEA) parallel einsetzt ist die Atmosphäre perfekt. Ein großes, bewegendes Album auf das man sich erst einmal einlassen muss.

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Torben

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Allschools Chef

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