Plattenkritik

The Sky We Scrape - Divides

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Release Date: 01.11.2013
Datum Review: 23.10.2013

The Sky We Scrape - Divides

 

Eine gute Tat pro Tag. Auch wenn es regnet. So oder ähnlich könnte "Divides" das Licht der Welt erblickt haben. Auf der Überholspur passieren THE SKY WE SCRAPE Staublungen und geballte Fäuste - ohne dabei HOT WATER MUSIC oder THE LAWRENCE ARMS aufs Haupt pinkeln zu wollen. Vielmehr als aufs lokale Wetter verlassen sich die Chicagoer auf ihr Fingerspitzengefühl. Gott sei Dank.

Auf ihrem Debüt strapazieren THE SKY WE SCRAPE Emotionen und Ohrmuscheln, wie es sich köstlicher kaum verbinden lässt: "Continental Divide" galoppiert langsam los und reißt sofort fürsorglich an sich, wenn Sänger Jason Thompson einem auf die Schulter klopft. "You did it all on your own". Und vielleicht fühlt es sich gerade deswegen so gut an. "Invisible Hands" schraubt sich in die Gegenrichtung und lässt alten Revelation-Veröffentlichungen gedenken.
Wunderbar nah und vertraut heftet "Divides" Melodien zwischen kantige Gitarren und bauchige Refrains, die in Songs wie "Nocturnal Americans" oder dem vorsichtig im Postcore wühlenden "Sweet Vermouth" überzeugen.

Sollte es sich bei der Artwork-Grafik um die Papierstapel mit Songentwürfen zur Platte handeln, so haben THE SKY WE SCRAPE alle Nadeln aus dem Heuhaufen gerettet. Kommt "angepisst" vielleicht zunächst als passende Beschreibung zu "Albatross" in Frage, so befreit spätestens die Hilfestellung von RED CITY RADIOs Garrett Dale den Song, "Fatima" brennt noch vor den ersten Sonnenstrahlen mit AS FRIENDS RUST aus dem Autoradio dröhnend durch. Komisch, denn was "Sing Your Way Home" mit Titel und Songprofil nicht treffender beschreiben könnte klingt so vertraut, als hätten THE SKY WE SCRAPE schon vor Jahren die eigene Jugend gewichtig untergraben. Kein "alleine" oder "langweilig" mehr - dank "Divides". "The Shortest Distance" - ein Kinderspiel. Wer jetzt nicht mitmacht, ist halt selber Schuld. "And I Sure As Hell Won´t Forget" beteuert Thompson - und man will ihm direkt eine Schleife um die Lebensversicherung binden. Nichts spricht dagegen aus dem Eimer zu schöpfen, den lokale und überregionale Kollegen über die Jahre angefüllt haben - solange soviel hörbares Herzblut durch großartig ausgearbeitete Songideen pumpt wie im Falle der Chicagoer. "For All We´ve Ever Known, The Worst Is Yet To Come" stochert sich die Band selbstsicher durch "Invisible Hands". Kein Ding, denn dank THE SKY WE SCRAPE sind wir "prepared", jedem aufs Haupt zu pinkeln, der sich in den Weg stellt.

Trackliste:


01. Sing Your Way Home
02. Nocturnal Americans
03. Continental Divide
04. Invisible Hands
05. Sweet Vermouth
06. The Shortest Distance
07. Albatross
08. Guilty Parties
09. Fatima
10. Southern Hospitality
11. Rising Tides
12. How We Begin

Alte Kommentare

von Solide... 23.10.2013 10:50

Kann man gut hören, aber mehr als „nett“ finde ich es jetzt nicht. Klingen mir teilweise einfach zu austauschbar – hat man alles schon zig Mal von zig anderen Bands gehört. Wie gesagt, trotzdem ne gute Platte, aber m.M. nach eher ne 7/10.

von Jason Black 23.10.2013 15:29

Wiedermal wunderbarer Blödsinn, denn du dir da zusammengeschrieben hast. So viele Wörter und Bindestriche, dabei komplett sinnfrei und zusammenhangslos. Glückwunsch.

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Moppi

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Alt, langweilig, tierlieb.

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