Plattenkritik

The Sorrow - Misery Escape

Redaktions-Rating

Info

Release Date: 26.10.2012
Datum Review: 01.11.2012

The Sorrow - Misery Escape

 

“...wenn ich meine killswitch-, as i lay dying-, caliban- oder all that remains-alben nett finde DANN KÖNNTE man sich the sorrow reinziehn...“

Allen Unkenrufen zum Trotz hat sich der österreichische Metalcore-Exportschlager THE SORROW mittlerweile in der Beletage des zeitgenössischen Metals festgesetzt und auch Album Nummer vier verleiht diesem Begriff Flügel.

Mittlerweile ist das Quartett im heimischen Napalm Records Stall angekommen und gemessen an „Misery Escape“ scheinen sie sich dort auch pudelwohl zu fühlen. Nicht die Innovation oder das Streben nach Nischendasein ist seit jeher die Stärke der Band gewesen (insofern könnte der Quintessenz des einleitenden Kommentars eines Lesers durchaus zugestimmt werden), sondern das Zusammenschnüren von modernen Trademarks zu stimmigen, melodisch aggressiven Songs, die Lust auf Urlaub in skandinavischen Ländern - mithin Schweden - machen. Es kann auch streckenweise beruhigt der Albumhörer aus der Hand gelegt werden, ohne dass Angst aufkommen müsste, irgendetwas Wesentliches verpasst zu haben. Dennoch ist Mätze, Andi, Dominik und Tobi a u c h diesmal wieder etwas eingefallen, um sich von ihren vorherigen Releases abzugrenzen, wobei das Songwriting natürlich ausgereifter und vor allem homogener als ohnehin schon ausgestaltet wurde.

Ein wesentliches Merkmal von „Misery Escape“ ist eine Offensive in Richtung Mainstream, ohne jedoch die technischen Finessen außer Acht respektive zurückgeschraubt zu haben. Es ist einfach nur erfreulich, wie spielerisch stark THE SORROW mittlerweile der Konkurrenz das Fürchten lehrt. Die meisten (zu den anderen kommen wir noch) Tracks sind auf den Punkt gespielt und zünden vom Fleck weg. Die Aneinanderreihung von AILD-Wumms und KSE-Eleganz klingt wie ein gut gefetteter Reißverschluss, dessen Zähne eine verschworene Einheit bilden. Auseinandergerissen werden sie nur durch vereinzelte Ausziehversuche, die das Gesamtbild im Grunde nicht beeinträchtigen, aber dennoch wichtig im Gesamtkontext sind. So stehen „A Thin Red Line” und “Lost Chapters” stellvertretend für eine etwas andere Seite der Band, die sich düster, nachdenklich und unangepasst zeigt. Diese geht den etwas unbequemeren Weg über eine fast Postcore’sche Brücke, um musikalisch zu zeigen, dass auch der Gang in die Tiefe intensiv ausgeübt werden kann. Insgesamt fällt das neue Album auch dadurch auf, dass etwas auffällt. Will heißen, trotz aller bemühten Bügeleisen lugen doch noch Ecken und Kanten aus der Tracklist hervor, die von einem melancholischem Gesamtflair umhüllt wurden.

Wenn dann noch weiteres Lob ausgesprochen werden müsste, dann an Sänger/Gitarrist Mätze, der mittlerweile stimmlich nicht mehr aus den CD-Regalen hinweggedacht werden kann, ohne dass Markantes entfiele. Denn es schaffen nur wenige Sänger im modernen Bereich, sowohl bei den harten Shouts als auch beim weichgespülten Singsang Atmosphäre und Hörenswertigkeit zu entblößen. Was unterscheidet THE SORROW letztlich von den Bands im Einleitungskommentar: Sie setzen die Hürde eine Nuance höher!

Tracklist:
1. Retracing Memories
2. The Escape
3. Burial Bridge
4. My Oblivion
5. A Reason
6. Buried In The Deep
7. A Thin Red Line
8. Perspectives
9. Lost Chapters
10. Dead Home
11. Follow The Lights

Alte Kommentare

von hilfe 01.11.2012 13:24

Nich mein Fall diese The Sorrow. Mehr so die Kopie einer Kopie in meinen Ohren. Übrigends: Produziert von Sky Hoff, ehemaliger Gitarrist bei MachineMade God, der jetzt bei X-Factor die "Jury" unterstützt. Sorry, allein dafür gibts schon Punktabzug :-P Das ist Fremdschämen pur!

von Tobe 01.11.2012 19:28

live geben die jungs ordentlich gas, aber ich kann mir keinen einzigen song von denen anhören ohne daran zu denken dass ich das schon mal woanders auch vor längerer zeit teilweise wesentlich besser gehört habe....

von Rob 01.11.2012 19:37

Sky Hoff ist nicht nur seit der x-factor nummer ziemlich peinlich.

von bene 02.11.2012 00:48

eine der wenigen cleangesang-metalcore-bands die man sich ohne weiteres anhören kann ohne an irgendwelche emoschwutten zu denken..

von sowas ist 02.11.2012 12:28

nicht euer Ernst hier... "emoschwutten"!? Kann sich hier endlich mal jemand diesen ganzen Beleidigungen, sexistischen Aussagen usw. annehmen! Was in den letzten Wochen und Monaten aus der Seite geworden ist...

von Joa. 02.11.2012 12:29

"Es kann auch streckenweise beruhigt der Albumhörer aus der Hand gelegt werden, ohne dass Angst aufkommen müsste, irgendetwas Wesentliches verpasst zu haben." Selten so einen schönen Euphemismus für BELANGLOS gehört. Wird also nicht angehört.

von immer 02.11.2012 14:17

wieder erstaunlich was für schrott hier angepriesen wird. 8 punkte für so ne seelenlose truppe ist echt ein armutszeugnis.

von @immer 02.11.2012 15:57

solche pfosten wie du, die ohne das Album zu kennen, hier rumheulen, sind nichts anderes als armselig

von Iwann ist mal gut! 02.11.2012 16:36

schrott, seelenlose truppe, armutszeugnis, pfosten, rumheulen, armselig!? Wie alt seid ihr!? 12? Habt ihr nicht gelernt euch vernünftig auszudrücken?

von Achso... 02.11.2012 17:01

...jetzt ist schon relevant, was ein Produzent ausserhalb seines Studios so treibt !? Kein Wunder das die Musikszene vor die Hunde geht. Ahnungslose Stylervollidioten, denen irgendwelches Imagegeschisse wichtiger ist, als die Musik selber. Ich finde das Album mit Abstand das beste in deren bisherigen Karriere. Wenngleich es sicherlich kein Genremeilenstein ist.

von reddie 02.11.2012 19:35

ok, die jungs können nix dafür, i know. was die gesangspassagen angeht haben die ja scheinbar mit MR. VOCALCOACH! sky höff alles richtig gemacht... oder eben halt auch nicht. ich find die platte sehr langweilig und berechenbar von vorne bis hinten. sehr "mainstreamig" und ich denke da hat der producer sky ordentlich mit dran gearbeit. tja, ich find es ziemlich wenig authentisch, wenn mein seine seele für eine seelenlose sendung verkauft und dort für meine begriffe so schlecht schauspielt, dass sich mir die nackenhaare aufstellen. wer also die öffentlichkeit sucht, muss auch mit kritik leben. ich find das peinlich und ziemlich unglücklich für the sorrow, die ja eigentlich nix dafür können. für mich nach wie vor ein plagiat der altbekannten :(

von Bob 05.11.2012 12:31

this or the sorrow - alles geschmackssache! schreibt mal zur neuen tony danza ne review! ;) dann gibt es vllt nochmal en positiven kommentarfluss!!!! :D

von Forellenklaus 18.11.2012 04:53

Ich finde das Album auch mit Abstand das Beste was The Sorrow bisher abgeliefert haben. Der Gesang ist deutlich besser als auf den Vorgängern. Auch wenn Sky Hoff ein Sp*st ist, ändert es nichts daran, dass er maßgeblich -und meiner Meinung nach positiv- am Output geschraubt hat. Ja, es geht auch mehr in Richtung Mainstream, aber ist das so schlecht? Ich finde nicht, denn 95% der Innovationen und Ausreißer klingen doch eh total fürn arsch. Das heißt jetzt nicht, dass ich Innovation schlecht finde, im Gegenteil, nur diese sorgt für Nachhaltigkeit. Naja, aber die Jungs wollen halt Metalcore machen und das machen sie auch gut. Das Rad lässt sich bekanntlich auch nicht neu erfinden!

von Was... 22.11.2012 16:58

...lässt dich zu dem Schluss kommen, dass der Hoff ein Sp*st ist ?

von Forellenklaus 23.11.2012 17:20

diverse Begegnungen auf Shows, als er noch mit Machinemade God unterwegs war. War einfach ein unglaublich arroganter Typ.

von $ky Hoff 23.11.2012 19:54

Ga nich bin ihc doof selba !!!!!!!

von Henno 15.07.2013 01:02

Also für mich eine von 3,4 Metalcore Bands die ich noch hören kann OHNE mich komplett zu langweilen, ich find auch die haben deutlich mehr Metaleinfluss als andere MC Bands und vor allen dingen nen ECHTEN Metaleinfluss, die meisten anderen Metalcore Bands sind ja nur Kopien vorheriger. Metalcorecore.

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Clement

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Ich fühle mich zu alt

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