Plattenkritik

THE STORY SO FAR - The Story So Far

Redaktions-Rating

Info

Release Date: 18.05.2015
Datum Review: 21.05.2015
Format: CD Vinyl Digital

Tracklist

 

01. Smile
02. Heavy Gloom
03. Distaste
04. Solo
05. Mock
06. How You Are
07. Nerve
08. Phantom
09. Scowl
10. Stalemate

Band Mitglieder

 

Parker Cannon – Vocals
Kelen Capener – Bass
Kevin Geyer – Gitarre
William Levy – Gitarre
Ryan Torf – Drums

THE STORY SO FAR - The Story So Far

 

Pop-Punk - Das Genre der Pizzen, Skateboards und gebrochenen Herzen. Nun ja, das trifft jetzt nicht so wirklich auf THE STORY SO FAR zu, dennoch gehören sie zur Crème de la Crème der Szene. Und wie könnte man das besser unter Beweis stellen, als mit einem super Album, das voll reinhaut? Mit "The Story So Far" liefern die Amerikaner auf jeden Fall eine Platte voller Energie, die uns wohl alle Nackenprobleme bescheren wird. Hauptsächlich geht es um zermatschte Herzen und Wege, dieses unendliche Leid zu überstehen (Welches Pop-Punk Album handelt eigentlich nicht davon?!)

Are you blocking all the things that have to do with me? (Smile) - naiv traurige Lyrics gehören bei diesem Genre einfach dazu und das zeichnet den Pop-Punk eben aus. Wahrscheinlich einer von vielen Gründen, warum das so viel Anklang bei jungen Leuten findet. Keine komplizierten Metaphern, keine endlosen Erklärungen, die man erst entschlüsseln muss, um sich in ihnen zu verlieren. Wozu das alles, wenn man es in einfachen Worten auf den Punkt bringen kann? Wenns dir scheiße geht, dann dreh "The Story So Far" ganz laut auf, heul dich aus, schmunzle wenn dir beschriebene Situationen bekannt vorkommen und lebe dein Leben danach einfach weiter. Es scheint als leide Sänger Parker mit einem. Der leidenschaftliche Gesang zieht sich durch das ganze Album. Er schreit sich die Seele aus dem Leib und füllt so jeden Song mit Leben. Ein Favorit: Heavy Gloom - Parkers Gesang, die catchy Melodie und die ehrlichen Lyrics vereinen sich zu einem dieser Songs, bei denen alles passt und die man gleich im exzessiven Maße hören muss. Aber auch für melancholische Momente ist gesorgt. Phantom ist die perfekte Herzschmerz-Nummer und wird auf Konzerten wohl viele Feuerzeuge in die Luft treiben. Kein 0815-Weichspül-Pop-Punk, bei dem man das Gefühl hat, man hätte alles schon mal gehört. Ein Besuch bei Freunden - dieses Gefühl hat man bei der Band. Kein Gepose, keine großen Worte, keine Weltverbesserer. Einfach gute, rockige Musik, mit der sich nahezu jeder identifizieren kann.

"The Story So Far" - DAS Album für regnerische Tage, an denen man zwar an schmerzliche Ereignisse zurückdenkt, aber weiß, dass es bald wieder bergauf geht. Wer bringt Pizza mit?

Autor

Bild Autor

Sara

Autoren Bio

Sara N./20/Hardcore Punk

Suche

Social Media