Plattenkritik

The Swell Season - Official Soundtrack

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Release Date: 18.01.2008
Datum Review: 18.12.2008

The Swell Season - Official Soundtrack

 

Was lange währt, wird endlich gut. So lautet ein altes Sprichwort und trifft punktgenau auf den Film "Once" zu.
Dieser feierte nämlich bereits im Juli 2006 Premiere in seinem Entstehungsland Irland und hatte es alles andere als leicht. Der Independentstreifen wurde von nahezu jeder europäischen Jury abgelehnt und musste sich so seinen eigenen Weg bahnen. Letztendlich wurde über diverse Umwege doch alles gut und er erschien endlich im Januar diesen Jahres auch in Deutschen Kino's.

Dass diese Umwege allesamt unnötig waren und auch die anfängliche Ablehnung gegenüber des Filmes unberechtigt waren, sieht man allein an all den Auszeichnungen. Denn unter anderem bekam das Hauptstück des Filmes, "falling slowly", einen Oskar für den Besten Song.
Wenn das nicht genügend Belohnung für soviel Hin und Her ist.

Wer den Film bereits gesehen hat, der weiß um die besondere Atmosphäre die in knapp 85 Minuten herrscht. Ein ganz besonderer Musikfilm ist ONCE nämlich ganz bestimmt.
Alle Songs, die von den beiden Protagonisten vorgetragen werden, werden auch in Gänze ausgespielt. Das mag die Leute nerven, die einen schlichten Liebesfilm erwartet haben, verzückt die Musikfreunde dafür umso mehr.

Das schöne an diesem Soundtrack ist jedoch, dass alle Songs von den Original Filminterpreten vertont sind. Zum einen wäre das GLEN HANSARD, der den irischen STraßenmusiker spielt, zum anderen aber MARKETA IRGLOVA, die das verschüchterte Tschechische Mädchen spielt.
Alle 13 Songs sind, wie der Film, wunderbar intim und zurückhaltend arragniert und bringen Schlag auf Schlag einen herrlichen Lagerfeuerflair in die heimische Anlage und fesseln einen ebenso wie die ungewöhnliche Liebesgeschichte im Film.
GLEN HANSARD erreicht allerdings seinen absoluten Höhepunkt im Abschlusssong namens "Say it to me now" in welchem er unverkennbar an DAMIEN RICE erinnert allerdings so erbost klingt, wie Mr. RICE es niemals könnte. Ein absolutes Highlight neben all der anderen wunderbaren Songperlen auf diesem Soundtrack.
Wer also auf gute Filme und Singer/Songwriter Projekte steht, der sollte sich dieses Album definitiv zulegen, denn es gehört ganz sicher zu deinem der besten Soundtracks aller Zeiten.


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Raphael

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