Plattenkritik

The Very End - Turn Off The World

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Release Date: 23.11.2012
Datum Review: 30.11.2012

The Very End - Turn Off The World

 

„Ach Gott... Immer dieser Bedarf nach einer Schublade. Mir geht es ja vor allem darum, gute Musik zu machen, aber wenn ich gezwungen wäre, etwas zu nennen, gefällt eine Bezeichnung, die ich neulich gelesen habe, die so in Richtung "New School of German Thrash Metal" oder so ähnlich ging.“


Die Ruhrpott-Schule in Sachen neo Melodic Thrash Metal hat wieder geöffnet und das zum dritten Mal. Diesmal ist das Ergebnis mit „Turn Off The World“ betitelt worden und wieder einmal wird textlich nicht einfach nur hingenommen, sondern angeklagt. War der Vorgänger ”Mercy & Misery” ein Vorzeigewerk, kann hier von einem fast ebenbürtigem Nachfolger gesprochen werden. Zwar gab es Veränderungen an Schlagzeug und Gitarre, aber die maßgeblichen Protagonisten um Sänger Björn Gooßens (der auch wieder als Designer verantwortlich war, Stichwort „Killustrations“) sind zusammen geblieben und haben sich wiederum vom Produzenten/Toningenieur-Team Waldemar Sorychta/Dennis Koehne reglertechnisch leiten lassen.

Die Band versteht es, Melodie, Härte, Progressivität und Südstaatengroove unter einen Albumdeckel zu pressen und sehr abwechslungsreiche Songs zu schreiben. Björn Gooßens, der nach 15 Jahren bei NIGHT IN GALES ausstieg, um sich u.a. mehr auf TVE zu fokussieren, vertraut mehr seinen Screams und seiner Klarstimme, vielleicht um sich von seiner ehemaligen Hauptband abzusetzen. Wie auch immer, der Mann ist schlicht ein bärenstarker Sänger und dank seiner Performance ist das i-Tüpfelchen erreicht. Songs hervorzuheben fällt schwer, wenn es dennoch sein muss, dann „The Black Fix“ ein Death Metall-lastiger Song mit ENTOMBED Frontmann LG Petrov als Gast) und das im intensive „Sixes And Nines“, dessen Refrain im Gehörgang kleben bleibt. Ansonsten ist irgendwo sinngemäß zu lesen, dass THE VERY END berechenbare Zutaten zu einem unberechenbaren Cocktail mixen, der mit dem Stab der Professionalität und des Könnens zu einem international klingenden modern Metal Gebräu mutiert.

Tracklist:
01. Splinters
02. Iron Sky
03. Infidel
04. The Black Fix
05. Maelstrom Calling
06. Sixes And Nines
07. The Last Mile
08. Dreadnought
09. Gravity
10. Orphans Of Emptiness
11. To Feed On Hope

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Clement

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Ich fühle mich zu alt

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