Plattenkritik

The View - Hats Off To The Buskers

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Release Date: 16.03.2007
Datum Review: 12.03.2007

The View - Hats Off To The Buskers

 

THE VIEW haben mich schon seit ein Paar Wochen bei lahmen Busfahrten begleitet und schafften es sogar dem 9 Uhr Rentner-Ansturm (inklusive der gefürchteten Parfüm-Todeswolke) den Schrecken zu nehmen. Dementsprechend schwer fällt es völlig unvoreingenommen zu sein. Das luftig-lockere punkige Debüt der Band, die schon mal ihre Fans bei einem Festival dazu veranlasst hat, das Zelt auseinanderzunehmen, weiß einfach zu begeistern.

Dann doch erstmal die harten Fakten: THE VIEW sind 4 blutjunge Schotten aus dem verschlafenen Dundee, die schon seit Schulzeiten zusammen musizieren und in ihrer Freizeit von Proberaum zu Pub tingeln. Irgendwann wurden sie dann von James Endeacott (verantwortlich für das Signen der LIBERTINES) „entdeckt“ und produzierten ihr Debüt mit Owen Morris (der schon mit OASIS und THE VERVE zu tun hatte). Große Namen also.
„Hats Off To The Buskers“ jedoch ist ein äußert lockeres Album geworden, das eine unverbrauchte Band präsentiert, die ohrwurmverdächtige Melodien aus dem Ärmel schüttelt, garniert mit teils heiser ins Mikro gekrächzten Texten, über das Leben und den ganzen Rest.
Man hat zwar nicht das Gefühl, als würden THE VIEW etwas besonders Neues machen, den Anspruch hat die Band gar nicht, aber was sie machen, ist gekonnt, frisch, rotzig und macht Spaß.

„Comin’ Down“ verleitet zum Luftgitarre spielen, „Superstar Tradesman“ ist in seiner Einfachheit wirklich große Klasse, während etwa „Streethlights“ mit dem guten alten Brit-Pop liebäugelt. Auch toll: „Same Jeans“, die Erfolgssingle, die gegen Ende aus hymnischem Popsong in geradlinigen Punk zerläuft. Alles definitive Anspielttips . Der Job als Support-Act von Pete BABYSHAMBLES Doherty dürfte da zwar nicht zu besonders vielen Auftritten, aber einer guten Publicity geführt haben. Man kann jetzt bestimmt auch was murmeln von wegen „genug ist genug mit den ganzen UK-Hype Bands“, aber wenn THE VIEWs feiner Pop-Punk jetzt der neue Mainstream wird, wäre das wohl garantiert nicht bedauerlich. „I don’t want money I want a thing called happines“, mit „Hats off…“ werden die Schotten höchstwahrscheinlich beides bekommen.


1. Comin’ Down
2. Superstar Tradesman
3. Same Jeans
4. Don’t Tell Me
5. Skag Trendy
6. The Don
7. Face For The Radio
8. Wasted Little Djs
9. Grans For Tea
10. Dance Into The Night
11. Claudia
12. Streetlights
13. Wasteland
14. Typical Time

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Dennis

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