Plattenkritik

The Wonder Years - Sleeping On Trash - A Collection Of Songs Recorded 2005-2010

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Release Date: 12.02.2013
Datum Review: 28.01.2013

The Wonder Years - Sleeping On Trash - A Collection Of Songs Recorded 2005-2010

 

Zeit für den Hausputz: Der „Fairness“ halber stellen die gefährlich sympathischen Poppunks aus Philadelphia Vergriffenes, Rares, Verbrauchtes aber noch immer Aktives aus einer halben Schaffensdekade auf einem Release zusammen. Dabei gilt es, THE WONDER YEARS noch einmal von klein auf und ganz unten an lieben zu lernen. Und das nicht bloß ihrer realistischen Einschätzung des Fernsehprogramms wegen.

Dass jenes keine Alternative bereithält, selbst wenn anderweitige Angebote aus dem Parkett zu kratzen wären, sei an anderer Stelle zu klären. „Sleeping On Trash: A Collection Of Songs Recorded 2005-2010“ braucht dafür kaum erläuternde Worte. Es gibt die komplette „Won´t Be Pathetic Forever“ EP mit dem orgelbeschmierten Titeltrack und dem quicklebendigen Drehkreisel „ Solo & Chewy: Holdin’ It Down“ - daneben das preisverdächtige „Christmas At 22“, welches sich von Tiefkühlpizza bis Autoradio allen Annehmlichkeiten des Dezembers auf akustische Art nähert. THE WONDER YEARS haben sich gemacht – so konnte zuletzt auf „Suburbia, I've Given You All and Now I'm Nothing“ das Keyboard stärker unterdrückt und der Schmackes weiter ausgebaut werden. Songwriting und Charakter sind etwa bei „Cowboy Killers“ vom ursprünglichen Demo der Band eher eingeschüchtert als extrovertiert – „You´re Not Salinger. Get Over It.“ hingegen kurbelt schon an ähnlich kunterbuntem Drive wie THE WONDER YEARS ab „The Upsides“ aus dem Jahre 2010.

Gespickt mit den ersten, den erstbesten und den ausverkauftesten ihrer Aufnahmen also gibt es zusätzlich geleistete Coverbeiträge von KID DYNAMITE, den FOUNTAINS OF WAYNE und LIT, die allesamt eher im Schattenbereich verweilen dürfen. Das Sextett um Dan Campbell hat sich nicht umsonst durch Bühnenflummi-Training und Tourvan-Ausbau gequält – diese Compilation erklärt weder windschief noch übermutig die Kapitel, die es zumindest von Studio- und Arrangementseite her zu bewältigen gab.

Auf Tour durchs Leben – davon können THE WONDER YEARS mittlerweile abendfüllende Geschichten erzählen. „New diners are packed out with old friends/ We're overwhelmed but unimpressed / I miss the days when I knew every single waitress“ – so die damaligen Beobachtungen, die noch heute so vertraut und allgegenwärtig scheinen, wie „Sleeping On Trash...“ mit seinen achtzehn Songs klingt.



Trackliste:

(Won’t Be Pathetic Forever 7”):
1. Mike Kennedy is a Bad Friend
2. Solo & Chewy: Holdin’ It Down
3. Won’t Be Pathetic Forever
4. You’re Not Salinger. Get Over It.
(Distances 7” / Split w/ All or Nothing ):
5. An Elegy For Baby Blue
6. Don’t Open The Fridge!
(No Sleep ‘Till Christmas):
7. Christmas At 22
(Leavenhouse. 11:30. 7”):
8. Leavenhouse. 11:30.
(Bangarang Split):
9. My Geraldine Lies Over The Delaware
10. I Ain’t Saying He A Gold Digga (Sike!)
11. Let’s Moshercise!!!
12. Through Two Hearts
(Coversongs):
13. Cheap Shots, Youth Anthems (Kid Dynamite)
14. Zip Lock (Lit)
15. Hey Julie (Fountains Of Wayne)
(Original Demo):
16. Buzz Aldrin: The Poster Boy For Second Place
17. Cowboy Killers
18. I Fell in Love With A Ninja Master

Alte Kommentare

von +EV Scheiße 28.01.2013 13:54

haben sich mit "the upsides" imho ein denkmal gesetzt!!!

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Moppi

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Alt, langweilig, tierlieb.

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