Plattenkritik

Therapy? - Disquiet

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Release Date: 27.03.2015
Datum Review: 27.02.2015

Therapy? - Disquiet

 

THERAPY? Lieber spät als nie erreichen mich die Nordiren mit ihrem neuen Album „Disquiet“, dass das 14 Output in 26 Jahren Bandgeschichte darstellt. Natürlich habe ich auch ihr Überalbum „Troublegum" (1994) als eines der Kultalben der 90er Jahre geschätzt, aber so richtig beschäftigt habe ich mich mit dem Trio nie. Vielleicht sind THERAPY? eine sogenannte Zeitgeistband, die einen im richtigen Moment erwischend nie wieder loslässt?

Der Opener „Still Hurts“ ist gleich der perfekte Beginn, denn ihn kennzeichnen Tempo, Druck, Melodie, Timing und Emotionen. Und das geht nahtlos so weiter. THERAPY? sind darüber hinaus unberechenbar, hakenschlagend, leicht vertrackt und balancieren mit großen Melodien. Sie garnieren ihr Album mit Power und gießen diese in stimmig kurze Songs, die nie langweilig werden und in Dauerschleife rotieren können. Schuld daran auch ihr Stilmix, der Anfang der 90er Jahre noch Crossover genannt wurde. Von Punk über Metal bis hin zum Indie geht die Reise und sogar vor dem Grunge wird sich auf diesem Album verneigt. So weit, so gut. Aber das ist noch nicht alles, denn alles Songs von „Disquiet“ ist ein Schuss Rätselhaftes beigemengt worden (beachtet diesbezüglich das Coverartwork!), der vor allem durch den streckenweise leidenden Gesang untermauert wird.

Dieses Album stellt somit eine unbedingte Hörempfehlung dar und wenn eine Band nach so vielen Alben und noch mehr Jahren auf dem Buckel noch so frisch und unverbraucht klingt, dann hat sie alles richtig gemacht!


Tracklist:
1. Still Hurts
2. Tides
3. Good News Is No News
4. Fall Behind
5. Idiot Cousin
6. Helpless Still Lost
7. Insecurity
8. Vulgar Display of Powder
9. Words Fail Me
10. Torment Sorrow Misery Strife
11. Deathstimate

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Clement

Autoren Bio

Ich fühle mich zu alt

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