Plattenkritik

There For Tomorrow - The Verge

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Release Date: 28.06.2011
Datum Review: 01.08.2011

There For Tomorrow - The Verge

 

Vier durchgestylte, junge Herren begeben sich auf eine Mission. Ausgestattet mit High End Frisuren und Bravo Gesichtern, haben sie es sich zur Aufgabe gemacht, kleinen Mädchen die Herzen zu brechen. Doch Aussehen allein reicht schon lange nicht mehr zum lebensgroßen Starschnitt. Das wissen auch THERE FOR TOMORROW. Und so bedienen sie sich an einem Mittel, welches sie simpel, aber äußerst effektiv einsetzen – POP/ROCK.

Ihre dritte Mission, getauft auf den Namen „The Verge“, umfasst 12 tückische Kapitel. Verpackt in einem ansehnlichen Artwork, zaubern THERE FOR TOMORROW eine Mischung aus 30 SECONDS TO MARS und den JONAS BROTHERS, die so zuckersüß rüber kommt, dass ihnen eigentlich beim Spielen der Zucker aus dem Hintern rieseln müsste. Dass sie ihr Handwerk perfekt beherrschen, demonstrieren sie eindrucksvoll in jeder Sekunde. Songs voller Gefühle, unglaublichen Hooklines, spannungsgeladenen Brücken und herzerweichendem Gesang sind ihre Kunst. Doch ihre größte Stärke zeigt sich in ihrem ausgeklügelten Songwriting. Denn, ist der Refrain catchy genug, dann wird er wie eine Zitrone bis auf den letzten Tropfen ausgepresst. Ihre jungendfreien Texte wie, „i´m taking a joyride to somewhere i don´t know“ oder „i see blue – i´m underwater next to you“, gehen wie ein Juckreiz unter die Haut und bringen selbst Schlagerherzen zum Glühen. Absoluter Tief-, (Entschuldigung) Höhepunkt der Zitronenpflücker ist die Ballade „Blu“, auf der Sänger Maika Haini Maile, wohl unter zur Hilfenahme einiger Wäscheklammern, mit engelsgleicher Stimme über eine tieftraurige Melodie schwimmt.
Eines ist sicher, ihre Mission werden THERE FOR TOMORROW mit Bravour meistern! – ZUCKERWATTE IN YOUR FACE F...

Tracklist:
1. The Verge
2. Nowhere BLVD.
3. SAAVE
4. The Joyride
5. Hunt Hunt Hunt
6. Circle Of Lies
7. Get It
8. 18
9. Slip Inside (The Barrel Of Your Gun)
10. BLU
11. Stopwatch Affair
12. I’d Be Changing If I Were You

Alte Kommentare

von @mulder 01.08.2011 20:58

also ich finde persönlich deine death- reviews großartig, ich freue mich immer wieder etwas neues dadurch zu entdecken. was ich aber nicht verstehe, warum musst ausgerechnet DU das Gordeon Paket abbekommen und über eine solche Band schreiben, das kann doch nur so enden. im übrigen leben die Jungs für ihre Musik, sind unglaublich sympathisch und sind realer als manch Hardcoreband. Bei jedem Gig, bei jeder Show wird sich der Arsch aufgerissen. Ehrliche Arbeit sollte anerkannt und nicht zerrissen werden. Sowas ist einfach nur schlecht! 0% Verständnis!

von Mulder 01.08.2011 21:33

Also, ich bin ehrlich immer darum bemüht das ganze mit dem nötigen Respekt anzugehen. Ich kann dir, ehrlich gesagt, auch nicht beantworten, warum diese CD bei mir gelandet ist. Fakt ist, dass ich diese CD wirklich oft gehört habe, aber das Ganze klingt so belanglos und auf Hits getrimmt, dass es schon stark an Bands erinnert, die sonst nur in irgendwelchen Disney Filmen auftauchen. Ich kann deine Meinung definitiv nachvollziehen, aber die Musik macht es nicht besser!

von Hardcorepolizei 02.08.2011 16:26

Heieiei, mit dem Ausdruck "Zitronenpflücker" wäre ich vielleicht etwas vorsichtiger. Ist schließlich auch ein rassistischer Ausdruck für Italiener. Nenn' sie halt Schlitzaugen, Inselaffen oder Dachpappen. Merkste selber ne?

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