Plattenkritik

Third Degree - Punk Sugar

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Release Date: 01.01.2008
Datum Review: 18.01.2009

Third Degree - Punk Sugar

 

Rosa ist das neue Gore! Tja, wen will man heute mit zerfetzten Eingeweiden oder verstümmelten Körpern noch groß einschüchtern? Zumindest hier haben THIRD DEGREE die Zeichen der Zeit erkannt und überraschen mit einem Artwork, welches schon mal ordentlich Pluspunkte in der Trash-Skala bringt. Aber musikalisch? Nein, dann doch lieber altgedienter, punkiger Grind; meist flott, meist dreckig. Aber immerhin stimmt die Qualität der rund zwölf Stücke: Nicht selten wippt der Fuß mit, wenn simple, rumpelnde Riffs mit einer Stimme, die mich vor allem an Gorefest-Röhre Jan Chris de Koeyer erinnert, zusammen mit einer ordentlichen Portion Groove über einen Ziehen. Dabei wissen die Herren immer mit ihrer Dynamik zu spielen und verlagern ihre Aggressionen geschickt genug, um nicht zu schnell in Belanglosigkeit abzudriften. Besonderes Highlight: Der doomige Midtempo-Stampfer „Pathic“, der mich sogar dezent an den letzten glorreichen CELTIC-FROST-Output „Monotheist“ erinnert.

Resümee? Solider Grind-Spaß, als Vorband sicherlich auch kein Grund für das Verlassen der Halle zum Luftschnappen; aber auch nichts, was die Welt jetzt so dringend bräuchte. Aber mal gucken, was die Herren noch so aus ihren Möglichkeiten machen.

Tracklist:

1. From Simple Punks
2. Millennium Of Recycling Christ
3. Twelve Millions
4. Where Is The Consumation?
5. Thoughts
6. Dead Will
7. So Long Bastards
8. Punk Sugar
9. Surrounded By Victims
10. …And Now Something Completely Different
11. Manipulation
12. Pathic

Autor

Bild Autor

Olivier H.

Autoren Bio

"They said, Do you believe in life after death? I said I believe in life after birth" - Cursed

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