Plattenkritik

Thirdmoon - Dimorphic Cynosure

Redaktions-Rating

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Release Date: 23.11.2007
Datum Review: 07.11.2007

Thirdmoon - Dimorphic Cynosure

 

Dies ist ein guter Monat für Melodic Death Metal Anhänger. Erst setzten THE DUSKFALL der Fangemeinde ordentlich zu (natürlich im Positiven), dann kommen THIRDMOON mit ihrem 5. Album und hinterlassen eine gehörige Duftmarke. Das österreichisch französische Quintett um Wolfgang Rothbauer (EISBLUT / IN SLUMBER) geht allerdings in 62 Minuten nicht so thrashig rasant zu Werke wie ihre schwedischen Kollegen, sondern setzen viel mehr Akzente im Midtempo, dass dann noch nach unten in den getragenen Bereich abgebremst wird. Teilweise ausufernde Songs, denen man deutlich die Death/Black Metal Wurzeln anhört, pendeln zwischen Aggressivität und emotionaler Atmosphäre hin und her. Aber was die Band so einzigartig macht sind die häufigen Akustikparts, die den Songs eine emotionale Tiefe verleihen und äußerst gefühlvoll und mit viel Können vorgetragen werden. Mit viel Können deshalb, weil sie nie langweilig oder flach wirken, sondern einfach stimmig und außergewöhnlich sind. Teilweise wirken die Songs ein wenig „hölzern“ und roh. Hier will die Band zeigen, dass sie keine Hochglanzproduktion abgeben wollte, sondern lebendig und auf keinen Fall klinisch klingen wollte. Dieses Album lebt und erinnert an eine aufgehende Blume, die lange vor sich hingedümpelt hat und dann endlich gegossen wurde: Es strotzt nur so vor Kraft und Energie.
Die Band stand vor Veröffentlichung von „Dimorphic Cynosure“ kurz vor dem Split (das letzte Werk liegt immerhin 3 Jahre zurück) und zeigt mit diesem Album ganz deutlich, dass sie den Weg nach oben sucht und auch finden könnte. Das Artwork rundet einen absolut einzigartigen Hörgenuss ab. Dicke Kaufempfehlung!

Tracklist:
1.Slave
2.Crawl Through Subspecies
3.Sinew Disconnected
4.Character Of Scars
5.Cross The Rubicon
6.Dimorphic (Prologue)
7.Dimorphic Cynosure
8.Sentenced To Aeons
9.Instrumental
10.Souls To Drown
11.Cadaverous Haven
12.Livid
13.Entwined Dimensions
14.Nothing
15.Outro

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Clement

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Ich fühle mich zu alt

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