Plattenkritik

This Ending - Dead Harvest

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Release Date: 30.01.2009
Datum Review: 02.02.2009

This Ending - Dead Harvest

 

Der Melodic DEATH Metal genießt in den letzten Jahren einer nicht enden wollenden Begeisterung. Wichtig zur Einordnung einer Band in diese Sparte ist der Hinweis, dass dieses Genre eine Modifizierung des DEATH Metals darstellt, und nicht des Melodic Metals!

Und genau diesen Hinweis setzen THIS ENDING mit ihrem zweiten Album unter dieser Firmierung (viele Schwedentodfanatiker kennen vielleicht noch A CANOROUS QUINTET, aus denen sich THIS ENDING rekrutierten) um. Erstklassiger DEATH Metal mit einem eindringlichen Gespür für Wohlklänge, die, nicht in das typische hart und zart gepresst, homogen unter die Songs gemischt wurden. Over the top auch diesmal das aggressive Vorgehen der Band, das sich mit der endzeitlichen Stimmung und einem beklemmenden Vibe mischt. Auf "Dead Harvest" wird neben allem Feinfühligkeit mit einer Leidenschaft geprügelt und gedroschen, dass die Urväter der Musikrichtung vor Freude im selbstgeschaufelten Grabe die Augen schließen dürften. Weiter verfeinert und etwas dominanter als noch beim Debüt “Inside The Machine“ sind die Industrialklänge, durch die sich THIS ENDING von ihrer Konkurrenz abgrenzen. Gerade den langsameren Nummern werden so Stempel der Unbarmherzigkeit aufgedrückt, denen ein Stempelkissen aus einer verständlichen, aber immer brutalen Growlstimme dient. „Dead Harvest“ besticht durch Vielschichtigkeit und Finessen, die nach und nach zum Tragen kommen und Dramatik, klirrende Kälte und vor allem Klasse offenbaren. Auch der anfangs gewöhnungsbedürftige, weil streckenweise sehr fragile Sound kristallisiert sich als geschickt gesetzter Schachzug, durch den die lieblicheren von den kratzbürstigeren Stellen abgesetzt werden.

Der Melodic DEATH Metal verkommt dann nicht zu einer tralala-Spielform oder Heimat diverser Schmusekapellen, so lange Bands wie THIS ENDING Alben wie „Dead Harvest“ veröffentlichen. Wer das Debüt liebte, wird dieses Output zum Traualtar schleifen.

Tracklist:
01. Trace of Sin
02. Parasites
03. Machinery
04. Instigator of Dead Flesh
05. Dellusionists
06. Army of the Dying Sun
07. Dead Harvest
08. Tools of Demise
09. Deathtrade
10. The Asylum

Alte Kommentare

von xn 03.02.2009 09:53

total langweilig

von Tobe 03.02.2009 11:06

von langweilig kann keine rede sein, schon a canarous quintet waren über weite strecken super ! aber wenn kein breakdown vorhanden ist und ich die songs nicht unmittelbar erschliesse ist heute bei den meisten schon schluss. und nicht dass wir uns falsch verstehen: ich liebe breakdowns.

von Tobe 03.02.2009 11:07

sich die songs nicht unmittelbar erschliessen.

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Clement

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Ich fühle mich zu alt

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