Plattenkritik

Three Minute Poetry  - 	We\'re Gonna Need A Bigger Boat

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Release Date: 01.01.1970

Three Minute Poetry - We\'re Gonna Need A Bigger Boat

 

Ganze drei Jahre ist es her, dass das Erstlingswerk "Slowly Learning That Love Is Ok" von THREE MINUTE POETRY in den Läden stand. Als Opener von Größen wie JIMMY EAT WORLD, AT THE DRIVE-IN oder Sum41 haben die Wuppertaler bereits beachtliche Livequalitäten entwickelt, die ihnen hierzulande das Siegel einer grandiosen Emo-Band eingebracht hat. Zwischenzeitig wagten die Jungs ebenfalls den Sprung auf die Insel und releasten unter anderem eine Split EP mit den für ihre furiosen Live Auftritte bekannten TRIBUTE TO NOTHING. Die große Emo-Welle ist zwischenzeitig verebbt bzw. wurde mit immer mehr Einflüssen aus Hardcore, Screamo, Postcore etc. bis zur Unkenntlichkeit verwässert, da melden sich THREE MINUTE POETRY mit "We're Gonna Need A Bigger Boat" auf Eat The Beat zurück. Schon bei den ersten harmonischen und atmosphärischen Klängen greift der Wiedererkennungsfaktor und man fühlt sich sofort gut aufgehoben. Melodien, die man irgendwo zwischen THE STEREO und JIMMY EAT WORLD einordnen würde und dennoch ihre Eigenständigkeit besitzen verströmen eine wunderschöne Leichtigkeit, die einem den Tag versüßt. Das Songwriting von THREE MINUTE POETRY hat in den drei Jahren einen guten Sprung nach vorne gemacht und so wirken die einzelnen Arrangements einfach intuitiver und ausgereifter. Die vier Freunde geben sich abwechslungsreich und lassen sich wie bei "The Road" auch mal zu treibenderen und rockigeren Klängen hinreißen. Lediglich das nicht instrumentale Stück "Instrumental", bei dem etwas merkwürdig anmutende Grunztöne erklingen, kann mich hier gar nicht überzeugen. Insgesamt liefern THREE MINUTE POETRY eine schöne Platte Anno 2004 ab.

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Torben

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Allschools Chef

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