Plattenkritik

Tiny Vipers - Hands Across The Void

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Release Date: 10.08.2007
Datum Review: 14.07.2007

Tiny Vipers - Hands Across The Void

 

Das Jubiläum des „Summer Of Love“, Freak-Folk, bunte Batik Farben und größtmöglicher Weltschmerz sind die Spannungsfelder, in denen sich Jesy Fortino alias TINY VIPERS bewegt. Oder eher bewegen muss, denn so richtig viel am Hut mit den teils verschwurbelt
fröhlichen Songs von Szenelieblingen COCOROSIE und Konsorten hat die Dame aus Seattle nicht. Eher geht die junge Songwriterin völlig in ihrer Melancholie auf.

Nein, fröhlich ist bei „Hands Across The Void“ wohl nur die Möglichkeit, dass es wieder bergauf gehen kann. Die Songs pendeln von verträumten Arrangements („Campfire Resemblence“) zu sympathisch tapferem Banjo-Gezupfe („On This Side“) und schmerzhafter Noise-Kullise („Forest On Fire“). Thema sind die Entscheidungen, die wir treffen und wie sich unser Leben in den verzweigenden Wegen, die wir gehen, verändern kann.

Man fühlt sich erinnert an die Weichheit einer NORAH JONES, die ja jetzt auch gitarrenlastigere Songs schreibt, dabei aber gleichzeitig ergänzt um diesen Moment kindlicher Zerbrechlichkeit einer JOANNA NEWSOM. Musikalisch gibt es dann trotz der Betitelung als „akustischen Gothic“ eher konventionellen Minimalst-Folk, der mit schwebender Gitarre und sanften Anklängen einer Geige ein wenig an SUFJAN STEVENS ruhige Momente erinnert.

Insgesamt ein schönes Debüt-Album, aber eher der OST zum Hangover, statt für die Frühlingsgefühle.



1.Campfire Resemblance
2.On This Side
3.Aron
4.Forest On Fire
5.Shipwreck
6.Swastika
7.The Downward

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Dennis

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