Plattenkritik

Title Tracks - It Was Easy - In Blank

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Release Date: 29.04.2011
Datum Review: 26.05.2011

Title Tracks - It Was Easy - In Blank

 

Das Lustige an all diesen „Supergroups“ ist ja, dass sie stets so bemüht klingen. Meistens ergibt das unhörbare Songs, unzugängliche Strukturen und so einen Besserwisser-Gestus, weil man ja mal in irgendwelchen Bands ne gute Platte gemacht hat. Zu erwarten ist sowas überall, vor allem bei einer Band, die aus den Ruinen von Q AND NOT U, GEORGIE JAMES, THE LOVED ONES und KID DYNAMITE entstand. Schön aber, wenn man dann überrascht wird!

TITLE TRACKS, so der Name der neuen Vereinigung, subtrahiert Punk und multipliziert 60ies Anleihen mit dem Geist Ersteren. Was dabei herauskommt ist so ungefähr der Sound, den man sich 2010 auf Dischord vorstellen kann. Kein Wunder also, dass die erste 7“ der TITLE TRACKS eben auch dort erschien. Es passt. Denn: Die TITLE TRACKS sind entspannt, haben niemandem etwas zu beweisen und eben das hört man auch heraus. Dass das an manchen Stellen zu sehr nach Hippie klingt ist zu verschmerzen, wenn man Songs wie das wundervoll sonnige „Black Bubblegum“ hört oder das herzzerreißende BRUCE SPRINGSTEEN Cover „Tougher Than The Rest“.
Gleichzeitig zu „It Was Easy“ erscheint über Gunner Records auch „In Blank“, ebenfalls mit diesem hübschen Flower-Power-Atem, der hier noch etwas rauer und gesetzter erscheint. Insgesamt aber leuchtet vor allem eines durch: Es ist geht melodischer zu. Das wundervolle „I Can’t Hide“ zum Beispiel ist perfekt für das, pardon, träumen in der Sonne, während „No Air“ so ein bisschen das Zeug zur Hymne hat. So zieht sich das Charakter dessen quer durch die Platte(n) von TITLE TRACKS und macht Lauen auf den Sommer. Der bitte schnell kommen soll.

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Raphael

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