Plattenkritik

Toboggan - Still Gleams On Hummocks

Redaktions-Rating

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Release Date: 01.01.1970
Datum Review: 04.07.2005

Toboggan - Still Gleams On Hummocks

 

Das letzte mal als ich was von Gentleman Records hörte (was meiner Meinung nach das Label der Favez Leute ist) brachte man das letzte Lebenszeichen der grandiosen Appleseed Cast raus. Hier jetzt ein Album der schweiterischen Band Toboggan, was auf deutsch so viel wie Rodelschlitten heisst. Was hier rodelt und nicht? Nunja schwer zu sagen bei den bedächtigen Tönen die uns die Band liefert. Ich fühle mich sponatn an Logh erinnert, die es auch immer wieder schafften durch melancholisch getragene Epen, eine gewisse Kraft und Spannung zu schaffen, die den hören auf Trapp hält. Die leicht depressive Stimme, der Sängerin und Gitarristin, begleitet monoton die Songs, die jeder Zeit drohen zu explodieren, aber dann höchstens mal in einer Noise Attacke enden. Was ja an und für sich nicht schlecht ist, denn die kompelxen Songstrukturen sind schon anstrengend genug. Aber so richtig zünden will die Platte nicht, auch wenn sie das sicher nicht intentioniert sondern wohlauf darauf bedacht ist, kleine Wellen in den See zu schlagen. Auch schwer zu verdauen sind die dauernden Disharmonien, die sehr schwer zugänglich sind, und man immer darauf hofft dass sie irgendwann einmal harmonisieren. Ich glaube dann würde diese Kritik hier schon wieder ganz anders ausfallen. Vergleiche mit Low und Codeine sehe ich weniger, weil Toboggan wenig Platz für Optimismus und Hoffnung lassen. Eher ähnelt die Platte dem Soundtrack zum fiktiven Buch "Der Todesmarsch". Schwere Kost für Freunde des verbitterten Indierocks.

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Shawn

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