Plattenkritik

Todd Anderson - Zufluchtsort

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Release Date: 27.02.2009
Datum Review: 11.03.2009

Todd Anderson - Zufluchtsort

 

Immer wieder schön Päckchen zu bekommen die den Stempel des Kölner Labels „Unterm Durchschnitt“ aufgepappt haben. „Unterm Durchschnitt“ ist das Zuhause von Bands wie PETERS (Rip) oder auch den Herren von CAPTAIN PLANET und Gründer der „I can’t Relax in Deutschland“ Kampagne. In diesem Falle stecken in besagtem Päckchen TODD ANDERSON.

TODD ANDERSON veröffentlichen ihr drittes Album nicht auf Unterm Durschnitt sondern auf dem Sub-Label „Papership Records“, welches wiederum TODD ANDERSON gehört.. Dass die Fünf aus Marburg stammen stellt keine große Überraschung dar, wo sich das Städtchen doch schon mit mehreren Bands dieser Sorte schmücken kann wie beispielsweise die meisterhaften MIKROKOSMOS 23 zeigen. TODD ANDERSON hingegen gehen allerdings etwas härter ans Werk. Hardcore mit atmosphärischen Markierungen soll es sein. Bittesehr.

Typisch bei TODD ANDERSON ist der allgegenwärtige Politische Unterton. Egal welches Thema angeschnitten wird – Die Fünf sind wütend und verpacken ihre Aggression in Neun Songs die es in sich haben. Perfekt beherrschen sie die melodisch ruhigen Momente wie beispielsweise „Waldtal“ eindrucksvoll beweist: „Ich bin mal wieder woanders / Ich wollt doch nur mal darüber reden“. Ausweglosigkeit, Verzweiflung, Trauer, Wut. TODD ANDERSON fahren das ganze Programm und punkten mit „kritisch-intelligentem Songwriting“ (Auszug aus der Presseinfo, welche ausnahmsweise mal Recht hat). Einziges Manko: Bei aller Wucht und lyrischer Finesse scheint der Sound etwas vernachlässigt zu sein. Die Produktion scheint zu dünn um atmosphärische Soundwände komplett ausfahren zu können und auch ist der Gesang an manchen Stellen zu leise abgemischt. Ansonsten ganz sicherlich ein großes Release für alle Freunde von „Unterm Durchschnitt“. Zu empfehlen.

Tracklist:

1. Waldtal
2. Nest
3. Bernstein
4. Untaten
5. Totenberg
6. Honig
7. Wand
8. Ocker
9. Feuer

Alte Kommentare

von penguin-in-the-desert 12.03.2009 08:44

Großartige Platte! Die Jungs müssen schon sehr traurig und wütend sein ;-) Finds noch einen Zacken besser, als den Vorgänger. Man lässt sich eben Zeit, die Songs wirken zu lassen. Aber bei der Produktion geb ich dir Recht. Die Stimme ist schon manchmal echt übel abgemischt. Dennoch, 8/10 von mir.

von nee 12.03.2009 09:26

mikrokosmos 23 kommen aus magdeburg, nicht wie todd anderson aus marburg. zur produktion, find die platte extrem dick und passend zum sound der band.

von ahoi 12.03.2009 18:17

völlig unverständlich, was ihr an dem sound zu meckern habt. also auf meiner cd is der megafett. und die stimme is auch der hammer. 9/10

von penguin-in-the-desert 13.03.2009 07:35

Ansich ist der Sound super! Keine Frage. Aber die Stimme ist manchmal recht leise (in den vetrackteren, lauteren Parts). Aber wie gesagt, grandiose Platte!

von einer aus magdeburg 13.03.2009 20:19

mikro kommen doch nicht aus magdeburg. totale fehlinformation. die kommen aus dresden/halle/meißen.

von jetsetradio 14.03.2009 00:50

Bin auch begeistert. Muss es noch öfter hören. Bisher aber 8 oder 9/10. Dass die Stimme nicht mehr so vordergründig und dominant ist, finde ich gerade so gelungen. Aufm ersten Album waren die Vocals viel zu präsent. Ich finds nämlich gerade musikalisch _sehr_ gelungen.

von xChrisx 14.03.2009 17:40

Ich finde die Platte wächst mit jedem Hördurchgang und der Sound ist meines Erachtens echt gelungen. Dass die Stimme nicht so sehr im Vordergrund gemischt ist(wie es heutzutage nun mal Standard geworden ist) sehe ich eher als Stilmittel und ist bestimmt bewusst so gemacht worden.Meinen Geschmack treffen sie auf jeden Fall damit. Bombenplatte! 9/10

von penguin-in-the-desert 15.03.2009 12:55

Als Stilmittel. So hab ich das noch garnicht gesehen. Kann gut sein. Ich denk nur, dass sich die Texte nicht verstecken müssen. Die sind nämlich außerordentlich gut.

von Haschpferdchen 26.03.2010 22:00

Klasse Platte. Todd Anderson könnten damit tatsächlich in die Fußstapfen von Escapado treten. Ernstzunehmende harte Musik aus deutschen Landen ist immerhin noch ein sehr rares gut, das man nicht vorschnell zerstören sollte.

von Marius 27.03.2010 11:13

eindeutig die platte 2009 !!!

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Raphael

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