Plattenkritik

Total Devastation - Wreck

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Release Date: 01.01.1970
Datum Review: 06.10.2006

Total Devastation - Wreck

 

Boah…alter, was´n Sound!! Absolute Baustelle! Die Drums klingen wie leere Ölfässer und den Bass hört man nur durch das Klackern der Saiten, ähm Gitarren…ja, das könnten die Motorsägen im Hintergrund sein, auf die sich dann die dunklen Growls legen…genau mein Ding! Schönes Geballer aus Finnland, dem Land der untergehenden Sonne oder nie aufgehenden.

Diese Scheibe ist ein Hit. Absolut Trend- und Massenresistent schmeichelt sie meinen Gehörgängen mit irrsinniger Intensität und Brutalität. Alle Instrumentalisten, die in diese Band verwickelt sind, schieben großes Können vor sich her. So hört man neben virtuosen Bassläufen auch einige knackige Solis und man macht sich die Mühe abwechslungsreich zu klingen und neben den Holzversen in den Refrains atmosphärisch und melodiös zu klingen. Allerdings verlieren sie nie an Druck und Härte und selbst ihre Melodien sind wohl immer noch nichts für Zartbesaitete. Klar, der Mix von „Wreck“ muss erst einmal verinnerlicht werden, bevor man Hördurchgänge ohne Migräne übersteht, aber gerade das verleiht den Werken einen gewissen Spritzer Markantheit. Wenn ich mich nicht in diesem Lärm total verloren habe, dann müssten TOTAL DEVASTATION auch mit Keyboards arbeiten, zumindest streckenweise. Facettenreiche Brutalität, die das Sextett aus dem harten Norden uns hier bietet. Grindcore, Death- , partiella auch Thrashanleihen und dann hau den Lukas und das ohne jeden Kompromiss.

Als eingängig und am „schönsten“ konzipiert, gebe ich an dieser Stelle mal „unsung Hero“ an und als das absolute Nonplusultra dieser Platte „The Great Revelation“, das ein wenig an CANNIBAL CORPSE erinnert, allerdings dann wieder in eine eher blackmetallische Richtung umschlägt. TOTAL DEVASTATION haben wirklich oft das Überraschungsmoment auf ihrer Seite und mir hat das Hören der Platte viel Spaß gemacht.
TD mit „Wreck“ sind härter, als so mancher Act dieser Tage, der sich als Inbegriff der musikalischen Brutalität sieht und dabei als Songwriter versagt. Sehr schönes Ding, auch wenn hier und da noch etwas fixer gespielt, doch besser geklungen hätte und beim nächsten Mal den Mix nicht ganz so blechern.
Roh und trendverachtend. Schön!


Tracklist

1. Some Random
2. Aware
3. Collision Corse
4. The Great revelation
5. Surveillance
6. Twitcher
7. Unsung Hero
8. High Standard
9. Massive Manmade Burning
10. Way To Better
11. Wreck

Autor

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Linc

Autoren Bio

Singer-Songwriter bei "Linc Van Johnson & The Dusters" (Folk´n´Roll) Singer @ Supercharger (DK) Part of the ALLSCHOOLS family since 2006.

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