Plattenkritik

Touché Amoré - Parting The Sea Between Brightness And Me

Redaktions-Rating

Info

Release Date: 15.06.2011
Datum Review: 17.05.2011

Touché Amoré - Parting The Sea Between Brightness And Me

 

Und dabei hat Deathwish Inc. sich so viel Mühe gegeben. Album-Streams mit watermarked-Kennzeichnung und IP-Adress-Kennung. Wer also nach Genuss des Presse-Streams von „Parting The Sea Between Brightness And Me“ seinen Rechner runterfährt, gerade in einer WG, der las schnell: „This Stream belongs to another IP-Adress“. Oder so. Ist ja auch egal. Zum Glück ist die Platte so gut, dass man sie gleich mehrmals hintereinander in sich schaufelte. Und was bleibt?

TOUCHE AMORE waren auf einmal die Kings der Statusnachricht. „I’m Losing Sleep, I’m Losing Friends“ – oder „Love/ Hate Love with the city I’m in“. Frustration so ehrlich und treffend auf den Punkt gebracht, dass man nur mit musste. Zu Recht: „..to the beat of a dead horse“ war mit seiner kurzen Spielzeit so atemberaubend wie auch einnehmend, so kurz wie auch voller Wucht. Und oben drauf Gastauftritte von THURSDAY’s und MODERN LIFE IS WAR’s Front. Was soll da noch kommen?

Der verdiente Erfolg? Es erinnert gerade alles ein wenig an die gute alte „Hype“-Welle. Viele werden diese Platte schon aus Prinzip scheiße finden müssen weil sich im Grunde jeder drauf einigen wird. Die angekündigte (MEGA-)Tour mit LA DISPUTE wird, ich wette gerne, bis auf höchstens 2 Ausnahmen komplett ausverkauft sein, die Pre-Orders von „Parting The Sea Between Brightness And Me“ beliefen sich nach 10 Minuten bereits auf 1000 Exemplare – Tendenz natürlich steigend. Aber was erwartet man auch von einer Band, die schon auf ihrer ersten Tour einfach alles richtig gemacht hat? Sympathisches Auftreten, Interesse an den Gebieten in denen man tourte, Publikumsnähe, Spaß an Existenz auf Bühne und davor und überhaupt: Ein wenig süße Euphorie. Man muss sie einfach mögen.

Auch auf „Parting The Sea Between Brightness And Me“ ändert sich das kein Stück. 13 Songs, 20 Minuten und echte Spielfreude. So blöd das klingt. Aber gerade Songs wie „Crutch“ entwickeln mehr Melodik als der Vorgänger, ebenso spielt man textlich halb-ironisch und dreiviertel zerrissen auf sein Drum-Herum an. So dürfte „Uppers/Downers“ die Antwort auf alle je getätigten TOUCHE AMORE Status-Nachrichten sein, während „Method Act“ wiederum genau das ist, was man als Fan hören möchte. “Have you ever wondered why I always drive alone?“ - tragisch eingeleitet, intensiv beendet. TA verlieren weiterhin keinen Gedanken an unnötige Experimente. Viel eher geht man auf Nummer sicher und traut sich nur, was ganz sicher angenommen wird. Das ist auch völlig okay. Anders müsste man wohl an das herzzerreißende Piano-Stück „Condolences“ verzichten, welches an Traurigkeit ohne Zweifel den intimen Höhepunkt erreicht. „Amends“ schließt als der absolute Überhit diese Platte und verlässt den Hörer vor allem mit dem Gefühl eines (für den jetzigen Zeitpunkt) modernen Klassikers des Hardcore beigewohnt zu haben. Man darf gespannt sein, wie die Fanschaar, das arrogante Autorenpack, Deathwish und die „Szene“ in den nächsten Jahren über TOUCHE AMORE denken, für den jetzigen Zeitpunkt sollte man aber einfach tun, was dieser Platte zusteht: Sie absolut und zu Recht lieben und die Tour im Sommer vollends genießen.

Alte Kommentare

von louisecyphre 17.05.2011 23:20

Tolles Review, macht Vorfreude!

von Mastei 17.05.2011 23:47

Boah geil! Tolles Review Raphael! Auf der Deathwish Seite kann mans sich auch schon kaufen! Habs gerade gemacht und der Digital Download läuft nun :) Hoffentlich erfüllt es meine Erwartungen...

von DrKolossos 18.05.2011 00:08

Also bei Deathwish ging gestern echt nix mehr seit dem Moment als der preorder online ging. Irgendwie hab ich es jetzt doch noch geschafft was zu bekommen. Ich hab kein Bock mehr über diese Hype Kacke zu reden. Die Jungs haben es meiner Meinung nach total verdient. PUNKT! Man höre sich doch nur mal die Platte an...brauche ich da noch mehr Argumente? Allerdings is es krass was Leute bei eBay für Platten von denen haben wollen. Absolute Halsabschneider-Preise! Das ist mal absolut überzogen.

von SK 18.05.2011 03:23

...die 3 genannten Songs habe ich auch bei den ersten Hörversuchen als meine "Lieblinge!" bei Last.fm verewigt. Spätestens jetzt, und da gebe ich Dir in Gänze Recht, wird es wohl eine völlig ausverkaufte Tour. Wer die Platte der „Hype“-Welle wegen scheiße findet, der hat es einfach Jetzt nicht verstanden und wird es auch in der Zukunft nicht. Ich bin noch nie so voller Spielfreude im Zustand völliger Beklommenheit zurückgelassen worden. Großartige Platte!

von blubb 18.05.2011 08:53

da die platte bereits auf youtube up is, konnt ichs mir nicht verkneifen rein zu hören, bis sie denn endlich hier vor ort liegt. aber das was ma da hört, trifft auf das review zu und klingt bombe! freu mich aufs original!

von wird 18.05.2011 10:31

dem ganzen scheiss hype nicht gerecht ... in nem jahr gibts die nicht mehr, und das ist auch gut so :P

von void 18.05.2011 10:53

wirklich überragendes album. to the beat of a dead horse fand ich trotz der kurzen songs an vielen stellen sehr langatmig. da kamen mir 2 minuten oft vor wie 5. bei der neuen ist das aber nicht der fall, klingt in meinen ohren viel ausgereifter.

von void 18.05.2011 10:56

und was alle mit dem preorder haben versteh ich auch nicht. da warte ich lieber bis das album in einem deutschen mailorder verfügbar ist und spare mir den teuren versand.

von beale 18.05.2011 11:02

hype hin, hype her. die band ist sowohl live als auch auf platte einfach fantastsisch, da gibts nix zu diskutieren. und es ist doch schön, wenn das die leute anscheinend zu schätzen wissen.

von Mastei 18.05.2011 11:33

@void: Ich verstehe das auch nicht. Hab mir nun den Download, den es ja schon gibt, bei Deathwish gekauft und die Platte bei Amazon vorbestellt. Vielleicht ist es aber einfach cooler das ganze bei Deathwish zu bestellen...

von void 18.05.2011 12:21

wenn du eh die platte vorbestellt hast hättest du dich auch ruhig am leak bedienen können, haha. gerade wieder 2x gehört. macht ziemlich süchtig. immer wenns fertig ist hab ich das bedürfnis das album gleich wieder von vorne zu hören. cool.

von leider 18.05.2011 16:42

geht aus dem review nicht hervor was fuer musik die machen. scheint aber recht super zu sein.

von rezi ist 18.05.2011 19:17

für meinen geschmack die wohl beste von raphael in letzter zeit. wer will denn auch vergleiche oder beschreibungen der musik? liest man doch sowieso nicht überall und dann soll man eben reinhören.

von jensen 18.05.2011 21:46

Hatte schon vor dem Lesen richtig Bock auf das Album. Nach dem Text jetzt noch mehr. Danke dafür!

von xxx 19.05.2011 23:31

generell ist ist musik geschmackssache, aber "parting the sea between brightness and me" kommt meiner meinung nach bei weitem nicht an die foundation LP "when the smoke clears" ran...TA hat mich irgendwie noch nie richtig begeistern können.

von beale 19.05.2011 23:49

du vergleichst nicht ernsthaft touche amore mit foundation?! und kanye west kann besser rappen als james hetfield!

von xxx 20.05.2011 16:54

doch, das tue ich. warum auch nicht, hier wird ja z.b. auch miles away mit parkway drive verlichen. when the smoke clears bleibt das stärkere album!

von Genau. 21.05.2011 16:07

Abba abba auch BOYSETSFIREs AFTER THE EULOGY is besser noch.

von EiNS 21.05.2011 21:16

hm, nix besonderes. standard punk rock/melodic hardcore

von Hoellenfurz 22.05.2011 14:42

Kurz & knapp= Großartig.

von hühnerbrust 22.05.2011 15:20

standard punk rock/melodic hardcore ?! so ein grobes gehör wie du möcht ich auch mal haben.

von Steve12 23.05.2011 16:45

Irgendwie will der Funke nicht überspringen. Schade, dass ich das Album vor dem ersten Hören schon bestellt habe.

von Mitch 10.05.2012 15:28

ich hab das review hier gerade nochmal gelesen ein fettes lob an dich, raphael! großartig!

von besser als 24.08.2012 00:54

alles ! :-)

von Neues... 20.05.2013 16:28

...Album im Herbst!!! Kanns kaum erwarten!!!

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Raphael

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