Plattenkritik

Trapped Under Ice - Big Kiss Goodnight

Redaktions-Rating

Info

Release Date: 07.10.2011
Datum Review: 23.09.2011

Trapped Under Ice - Big Kiss Goodnight

 

Geehrte(r) Leser(in): Diese Rezension soll sich ausschließlich und unter keinerlei Berücksichtigung der Vorfälle vom 26.3.2011 im Essener JZE Papestraße der Musik des neuen Albums der Band TRAPPED UNDER ICE widmen. Die deutlich armselige, unfaire und mehr als absolut fragwürdige Überreaktion von Sänger Justice an diesem Abend sei an anderer Stelle aufzugreifen!

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Schüttelt er bei NEW FOUND GLORY gemächlich zuckrige Melodien aus dem nimmermüden Handgelenk, fordert Chad Gilbert dem Nachfolger von „Secrets Of The World“ Großes und vor allem Bulliges ab: TRAPPED UNDER ICE klingen auf ihrem zweiten Album ausgewogener und definierter als zuvor, der mit deutlichem NYC-Einschlag verzierte Gesang setzt sich bei „Pleased To Meet You“ oder „Time Waits“ allerdings nicht eine Sekunde lang brav hin und driftet (natürlich) selten in melodischere Ansätze ab. Dennoch finden sich die prägenden Fragmente des Baltimorer Katalogs deutlich und stilistisch markant in Songs wie „Born To Die“ oder „Outcast“ wieder: Prollig brutale Chöre (textliche Inhalte erklären die Songtitel ja praktisch selbst...) prallen zwischen passend platzierten Breakdowns und moshigen Chorusbeats auf das straighte Gerüst, das sonst nur TERROR oder stellenweise die Kollegen von MADBALL so kraftvoll pissig und doch dynamisch erklimmen.
„Victimized“ und „Disconnected“ erklären einstimmig, dass TRAPPED UNDER ICE ihrer Linie und Attitüde durchaus treu bleiben und punkten mal mit cleveren Taktwechseln, mal schwingt doch wieder ein ansetzender Oldschool-Hauch mit. Abgestumpfter Monotonie oder schubladenartiger Stagnation wirken Jared, Brendan und Co. weiter mit Gitarrensoli-Ansätzen oder Fallbeispielen wie der 90-sekündigen Schlachtplatte „Dead Inside“ entgegen, die während ihrer kurzen Anwesenheit alles herausrotzt und niederschmettert, was die erste Viertelstunde von „Big Kiss Goodnight“ noch heile gelassen hat. Die neu eingespielte Version von „Reality Unfolds“ lässt mit flüssigem Hip Hop-Finale aufhorchen, „Death Clock“ rundet die gute halbe Stunde aufmüpfig ab, in der aufgezeigt wird, wo der Hammer im modernen Hardcore hängen kann, aber nicht dauerhaft hängen bleiben muss.
TRAPPED UNDER ICE bieten ihrem Hau-Draufcore eine solide Grundlage aus Abwechslung auf musikalischer und präsentem Punch auf stimmungsrelevanter Ebene – und wen das niedliche „TUI - ´Til I Die“ nicht wenigstens einen Sekundenbruchteil schmunzeln lässt, hinterfrage bitte erst gar nicht die Bedeutung des Albumtitels...

Trackliste:

01. Born To Die
02. Pleased To Meet You
03. Jail
04. Outcast
05. Victimized
06. Time Waits
07. Dead Inside
08. True Love
09. Disconnect
10. Draw The Line
11. You And I
12. Still Cold
13. Reality Unfolds
14. Death Clock

Alte Kommentare

von Sascha 23.09.2011 20:32

Bin gespannt. Noch besser als die Vorgänger kann's ja fast gar nicht werden. Proll-Hardcore Album des Jahres - alles andere wäre ne Enttäuschung.

von Gutes Review 23.09.2011 21:55

bei dem es noch um Musik geht! Wenn auch welche die ich nicht mag! Gut gemacht!

von Ray 13.10.2011 14:43

Find die Platte ziemlich spaßig ,mit einigen Cleangesangseinlagen die ich so nicht erwartet hätte und dicken Chören. Zudem noch eingängiger als der Vorgänger. 8/10

von Clement 13.10.2011 14:52

ich finde die auch klasse!

von Ray 13.10.2011 15:39

Wundert mich irgendwie dass es dazu noch so wenige Comments gibt. Die Neuaflage von Reality Unfolds ist außerdem extrem fett geworden.

von ich... 13.10.2011 18:09

fallbrawl dir eins :) hahahaha

von pain 14.10.2011 08:33

gutes album. freue mich auf die tour :)

von seb 23.10.2011 11:06

HAMMER!

von xandyx 24.10.2011 19:52

sau gutes album. hits hits hits! 9/10

von Sascha 08.11.2011 20:19

Find's grenzenlos gut. Perfekter Mix aus straight nach vorne und fettem Groove. Dazu unerwartet gute Melodien, Justice in Bestform und Hits ohne Ende. Und weit abwechslungsreicher und weniger stumpf als es der Band gerne unterstellt wird. Solche Songs muss man erstmal schreiben. Das Ende von "Victimized" erinnert ja fast an Snapcase... Hammer!

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Moppi

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Alt, langweilig, tierlieb.

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