Plattenkritik

Trembling Blue Stars - Fast Trains and Telegraph Wires

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Release Date: 22.11.2010
Datum Review: 01.03.2011

Trembling Blue Stars - Fast Trains and Telegraph Wires

 

Langweile kann viel Gutes für sich haben, solange man gelernt hat sie auszuhalten. In sich kehren und einmal so egoistisch sein und nur seinen eigenen Gedanken Beachtung schenken.
So können neue hervorragende Ideen entstehen, da man sich so auch für abwegigere Einfälle Zeit lässt, welche einem durch den Kopf schweben. Indes hat Langweile in der Musik nichts zu suchen. Easy Listening ist die Verdammnis jedes Hörers, der halbwegs gewillt ist etwas mehr in der Musik zu sehen als Hintergrundbeschallung. Leider wagt mittlerweile (gefühlt) weniger als ein Drittel der Neuveröffentlichungen eben jenen so wichtigen Schritt aus der Langeweile heraus in das Bewusstsein des Hörers hinein.

Eben genau in der Mitte dieses Schrittes scheinen die Trembling Blue Stars in der Luft hängen geblieben zu sein. Sie können sich nicht so recht entscheiden ob sie nun klassischer Britpop, im Stile von Bands sind die es noch vor dem offiziellem Begriff gab, oder doch nur Klänge außerhalb der Aufmerksamkeit des Hörers, die nur von anderen enervierenden Geräuschen ablenken sollen.
Ab und an wird dann einem Ton noch so etwas wie Bedeutung abgerungen und The Smiths oder Lloyd Cole zeigen ihre Schemen, auch wenn dieser Vergleich für Fans der Beiden an Blasphemie grenzen würde. Meistens jedoch rattern unspektakuläre Klangfolgen in den Sog der Langeweile, Dreampop soll sich das scheinbar nennen. Unsägliches elektronisches Geplucker als Versuch einer Innovation und ein relativ nichts sagender Gesang ohne Ausdruck und Emotion helfen hier auch nicht weiter. Um das ganze Paket abzurunden schafft es die Produktion dieses Albums noch, durchaus mögliche Ecke und Kanten soweit abzurunden, so dass rein gar nichts mehr hängen bleiben kann. Ab in die Schmuddelecke für die Musik der Café-Cd-Wechsler dieser Welt damit.

Tracklist:
1. My Face For The World To See
2. All Our Tomorrows
3. In Arrivals
4. Frosting
5. The Imperfection Of Memory
6. The Dark World Of The Broken
7. Cold Colours
8. Half-Light
9. Tropic Of Capricorn
10. The Last Four Winters Of The
11. The Hidden Quarter

Alte Kommentare

von pop 01.03.2011 19:27

worst cover EVER

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Kilian

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