Plattenkritik

Triptykon - Melana Chasmata

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Release Date: 11.04.2014
Datum Review: 11.04.2014

Triptykon - Melana Chasmata

 

TRIPTYKON sind zurück. Genau vier Jahre nach ihrem Düsterbrocken „Eparistera Daimones“ kehrt die Band um Mastermind Tom Gabriel Fischer zurück und demonstriert auf dem Nachfolger „Melana Chasmata“ mehr als eindrucksvoll, dass sie die Kunst des Extreme Metal nahezu perfekt beherrschen.

Die Zeit des Wartens hat sich gelohnt.
Entstand der Erstling “Eparistera Daimones“ aus dem Jahre 2010 noch größtenteils aus der Asche der 2008 dahingeschiedenen CELTIC FROST, bewegen sich TRIPTYKON auf ihrem Zweitwerk von der Kreativität ihrer Vorgängerband weitaus losgelöster als noch in der Vergangenheit. Auch wenn das keinesfalls bedeutet, dass Tom Gabriel Fischer aka Tom Gabriel Warrior auf „Eparistera Daimones“ farbenfroher zu Werke geht. Das gesamte Album steht noch immer in einer düsteren und luftraubenden Atmosphäre, die von Beginn an einen mächtigen Druck auf seine Hörer ausübt. Selten gelingt es einer Band sich so dicht, aber auch gleichzeitig druckvoll in Szene zu setzen, wie es das Quartett auf seinen neun Song starken Album schafft. Neben den Elementen des schleichenden und tonnenschweren Doom Todes, sind es auch kraftvolle, thrashartige Riffs, die schlagartig das Tempo des Albums variieren. Dabei sticht neben dem markanten Gesang Gabriels auch immer wieder das perfekte Zusammenspiel zwischen Bassistin Vanja Slajh und Schlagzeug Uhrwerk Norman Lonhard positiv in den Vordergrund, wie auf dem „PERFECT CIRCLE-artigen“ „Aurorae“. Es ist aber besonders die Variation aus getragenem Zeitlupentod, der morbiden Melancholie und einer beängstigenden Unberechenbarkeit, die wie im Song „Demon Pact“ selbst vor den Stilistiken des Industrials keinen Halt macht. Auf etwas mehr als einer Stunde werden hier die düsteren Mächte des Metals inszeniert und mit einer seltenen Erhabenheit vorgetragen.
Um es auf den Punkt zu bringen, ist es sicherlich das „Weniger ist Mehr“ Prinzip aus dem TRIPTYKON ihre Kräfte beziehen. „Eparistera Daimones“ nimmt seine Hörer gefangen und beweist das Tom Gabriel Fischer rein gar nichts von seinen Künsten verlernt hat und immer noch als einer der kreativsten Köpfe im extremen Metal gilt. Und das vollkommen zu recht.

Trackliste:
01. Tree Of Suffocating Souls
02. Boleskine House
03. Altar Of Deceit
04. Breathing
05. Aurorae
06. Demon Pact
07. In The Sleep Of Death
08. Black Snow
09. Waiting

Alte Kommentare

von TOM 14.04.2014 20:53

Norman Leonhard ist der Überdrummer. Ist ja Ex-Fear My Thoughts und bei Pigeon Toe auch an den Drums.

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Mulder

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