Plattenkritik

Turbonegra - L'ass Cobra

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Release Date: 22.08.2008
Datum Review: 04.09.2008

Turbonegra - L'ass Cobra

 

Coverversionen sind verpönt, werden höchstens belächelt und in den seltensten Fällen wird ihnen Beachtung geschenkt oder auch ein Lob zuteil. Da gibt es CASH’s Version von „Hurt“, sicherlich „Radio“ von HWM und ganz bestimmt OASIS’s „Wonderwall“ interpretiert von RYAN ADAMS. Von daher sollte im Grunde vor jedem Musiker, der sich ernsthaft an das covern von Songs gibt der Hut gezogen werden. TURBONEGRA aus San Francisco covern TURBONEGRO aus Norwegen. Die Turbojugend wird sich freuen. Der Rest auch ?

Die Besonderheit an TURBONEGRA ist, dass die Band nur aus Frauen besteht, was gerade beim Gesang wenig bis gar nicht auffällt. Gecovert werden einige der größten Hits, aber wo bitte ist „Are you ready for some Darkness?“ ? Wissentlich werden die neuen Werke ausgelassen, bis auf „Final Warning“ vom 05’er „Party Animals“. Musikalisch bietet das selbstverständlich wenig Neuheiten, allerdings – wer braucht diese bei TURBONEGRO ? Es reicht bereits wenn man sich „Prince of the Rodeo“ anhört. Im Original gespickt mit Gitarrenkunst verkommt es hier zu ein wenig geschrammelten Solo’s welche in ein liebloses Finale grenzen. So hält es sich mit nahezu allen Songs wenn da nicht dieses „Etwas“ wäre. TURBONEGRA schaffen es den Hörer irgendwie fest zu halten, was wahrscheinlich daran liegt dass TURBONEGRO seit Jahren eher mittelmäßige Kost veröffentlichen. Sieht man dem ganzen allerdings mal nüchtern ins Auge, was die Turbojugend wohl nicht tut, so liegt hier ein drittklassiger Abklatsch einer Punkrocklegende vor.

Tracklist:

1. All my Friends are Dead
2. Rendevous with Anus
3. Just Flesh
4. Age of Pamparius
5. Don’t say motherfucker, motherfucker
6. zillion dollar sadist
7. denim demon
8. back to dungaree high
9. self destructo bust
10. erection
11. prince of the rodeo
12. get it on
13. good head
14. final warning

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Raphael

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