Plattenkritik

Tyler - Don\'t play

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Release Date: 01.01.1970

Tyler - Don\'t play

 

Tyler (benannt nach Tyler Durdun aus "Fight Club") legen mit ihrem Debüt-Album eine Scheibe vor, die sich zwischen den drei Polen Pop, Rock und Grunge bewegt. Lukas Hillebrand (Gesang & Guitarre), Moritz Gaber (Guitarre), Peter Schönbauer (Bass) und Alex Pohn (Drummer, seit April anstelle von Markus Adamer) bedienen sich hierzu bei Vorbildern wie den Foo Fighters, Beatsteaks, Pearl Jam, Soundgarden oder Counting Crows, ohne aber die Klasse dieser Bands zu erreichen. Einzig "Separated" sticht unter den ansonsten mittelmäßigen Songs heraus und setzt sich im Gehörgang fest. Insgesamt mangelt es dem Album an Profil, um wirklich vollends zu überzeugen. Der Gesang von Lukas Hillebrand ist mitunter eintönig und nicht sehr variabel und schafft es nicht so recht, den Songs Leben einzuhauchen. Die englischen Lyrics drehen sich größtenteils um (gescheiterte) Liebesbeziehungen. Beim Durchlesen der Texte merkt man sofort, dass hier keine "native speakers" am Werke waren, vieles klingt einfach sehr platt.
Aus kommerziellen Gründen sind englische Lyrics natürlich dankbarer, da man eine größere Zielgruppe erreichen kann, aber ich bezweifle, dass sich die vier Österreicher damit einen Gefallen getan haben. Was unterm Strich bleibt, ist eine solide Rock-Pop-Platte, über die in ein paar Jahren aber sicherlich niemand mehr sprechen wird.

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Tilman

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