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Ulver - Childhood's End

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Release Date: 25.05.2012
Datum Review: 26.05.2012

Ulver - Childhood's End

 

Ein Coveralbum also, das ist ULVERs neuster Streich. Was die Norweger dabei auf „Childhood's End“ neu interpretieren lässt sich bereits beim Anblick des geschichtsträchtigen Coverfotos aus dem Vietnamkrieg erahnen - Alte Psychedelic- und Progressive Rock Songs der 60er. Von Bands die in der heutigen jungen Generation eher unbekannt sind, für die Herren Rygg und Co. damals jedoch treue Wegbegleiter waren und denen sie nun Tribut zollen.


Von JEFFERSON AIRPLANE („Today“) über THE BYRDS („Everybody's Been Burned“) bis hin zu GANDALF („Can You Travel In The Dark Alone?„), ULVER verbeugen sich hier vor vielen Bands neu, von denen ich persönlich bisher noch nie bewusst etwas gehört habe. Das ist sicherlich nicht so schlimm, denn gerade das könnte eine Intension der Wölfe sein – zu spät geborene, wie mich, für die vielseitige Musik der Vergangenheit zu sensibilisieren. Wenn man die Neuinterpretationen vergleicht, stellt man fest, dass sich ULVER von den Originalen gar nicht so weit entfernen. Sie ergänzen an einigen Stellen zwar Spuren und setzen zusätzliche elektronische Effekte ein, um dem ganzen einen ULVER-Touch zu geben, der Flair und der Charakter der ursprünglichen Songs bleibt jedoch unangetastet. Wenn man nicht wüsste, dass es sich hier nur um Coversongs handelt, könnte man der Band das Material sogar als eigenes neues Studiomaterial abnehmen.

Mittlerweile dürfte man es von den Norwegern gewohnt sein, dass sie sich mit jedem neuen Album auch neu erfinden. So auch auf „Childhood's End“, denn solch eine Zusammenstellung befand sich bisher nicht in der umfangreichen Diskographie. ULVER interpretieren die alten Songs auf ihre ganz eigene Weise und drücken ihnen klar ihren eigenen Stempel auf, trotzdem sind die ursprünglichen Versionen immer auszumachen. Fans der Band werden hier sowieso wieder ungehört zugreifen, allen anderen, die auch die Originale nicht kennen sei gesagt, dass das Album auch wunderbar funktioniert, wenn man nicht weiß, dass es sich um Cover handelt.

Tracklist:


1. Bracelets of Fingers (Pretty Things cover)
2. Lament of the Astral Cowboy (Curt Boettcher cover)
3. Can You Travel in the Dark Alone? (Gandalf cover)
4. Soon There Will be Thunder (Common People cover)
5. Today (Jefferson Airplane cover)
6. Street Song (13th Floor Elevators cover)
7. 66-5-4-3-2-1 (Troggs cover)
8. I Had too Much to Dream Last Night (Electric Prunes cover)
9. I Can See the Light (Les Fleurs De Lys cover)
10. The Trap (Bonniwell’s Music Machine cover)
11. Everybody’s been Burned (Byrds cover)
12. Dark is the Bark (Left Banke cover)
13. Living in the Past (Chocolate Watch Band cover)
14. Velvet Sunsets (Music Emporium cover)
15. Magic Hollow (Beau Brummels cover)
16. Where is Yesterday (United States of America cover)

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von Henno 12.08.2012 14:00

Fettes Teil!

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Manuel

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Ich schreibe Artikel. Manchmal schlecht, manchmal gut, immer über seltsame Musik.

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