Plattenkritik

Unavoidable - S/T

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Release Date: 15.12.2006
Datum Review: 14.12.2006

Unavoidable - S/T

 

Diese Band gilt im In- und Ausland als Geheimtipp in der Punkszene, so die Pressemitteilung. Gut, ich weiß, dass es vielen Punks nicht auf Qualität ankommt, sondern auf rohe Botschaft, ohne Ausverkauf, denn alles andere wäre ja Pop-Punk, zu dem mittlerweile auch RANCID gehören sollen…entschuldigt, aber subjetkiv betrachtet, ist diese Platte einfach scheiße!

Ich kann bei UAVOIDABLE echt nichts spannendes, interessantes oder in irgendeiner Form bemerkbares feststellen, wenn man von den Eingangsriff von „Let´em Bleed“ einmal absieht, aber das ist ein Riff von einer ganzen Platte! Ich hab nichts gegen Punkrock und mag selber NOFX und andere Bands, aber was hier abgeliefert wird, finde ich einfach nur nervig und macht mich aggressiv. Also da hab ich keine Lust meine Lederjacke rauszuholen und „Anarchie“ brüllend durch die Straßen zu ziehen. Ich hätte am liebsten schon nach den ersten drei Songs ausgemacht, aber das geht natürlich laut meinem Berufsethos nicht und meinem Prinzip, jedem eine Chance zu geben.

Fritz, Phips, Fuz, Atchi und Fritz (2) dödeln hier billigen drei Akkorde Punkrock runter, ohne bei mir eine Gemütsregung zu erzeugen, bis auf die Tatsache, dass ich mir grad lieber Synchronschwimmen anschauen würde. Drei brüllen hier ihre Rotz-Attitüde durch die Gegend und erscheinen aber im Inlay in schnieken Shirts von BARCODE und anderen Bands und sehen man überhaupt nicht nach Punkrock aus, eher nach Klischee-Hardcore-Teenies und da fängt die Glaubwürdigkeit schon an zu bröckeln. Dann diese „owowowow“ Chöre…musikalisch bewegt man sich immer im selben monotonen Muster und es passiert überhaupt nichts. Geschrabbel und das in einem Sound, wo man weinen möchte, auch wenn ich hier schon schlimmere Bands gehört habe. Niemand von den dreien kann hier singen und der Drummer nur den selben Rhythmus spielen. Auch wenn man sich hier zwischendurch armer Reaggae-Rythmen bedient (will man ein bisschen Ska sein?), kommt einfach nicht der so gepriesene Schliff an Kreativität und Originalität rüber.

Weniger, als gar nicht mein Baustelle. Bis auf das Booklet, könnte ich die CD ruhig im Regal stehen lassen.
Die Band weißt freundlicherweise daraufhin, nicht mehr als 10 Euro für ihre CD zu zahlen..kein Sorge, ich habe nichts bezahlt und bereue es trotzdem.


Tracklist

1. Welcome To The Show
2. 2nd Mainstream
3. Bloody Age
4. Blame The White Wall
5. The Good Old Times
6. Let´em Bleed
7. A.K.A.
8. Fight Alright
9. Out Of Order
10. Guys In Green
11. Nation Of Assholes
12. Pride
13. Wrong Way

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Linc

Autoren Bio

Singer-Songwriter bei "Linc Van Johnson & The Dusters" (Folk´n´Roll) Singer @ Supercharger (DK) Part of the ALLSCHOOLS family since 2006.

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