Plattenkritik

Unlight - Sulphurblooded

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Release Date: 24.09.2010
Datum Review: 21.09.2010

Unlight - Sulphurblooded

 

Und wieder mal ein neues UNLIGHT Album. Müsste Nummer sechs sein. Zumindest aber das fünfte, egal, denn wichtig ist: Die deutschen Blacker/Thrasher/Deather haben sich verbessert. Im Gegensatz zum letzt jährigen "Death Consecrates With Blood" gehen sie nicht ganz so schematisch schwedisch vor (dabei wollen wir die platten Stereotype wie Ziegenbockgeräusche, schreiende Babys und Songtitel unter den Teppich kehren), was vielleicht mit dem Auswechseln 2/4 der Belegschaft in Zusammenhang zu bringen ist. Wichtig vor allem der Austausch an der Gitarre, denn Neuzugang Raptus bringt mehr Fingerspitzengefühl in die ansonsten brettharte Angelegenheit. Gerade im Bereich der Soli zeigen sich technische Finessen, die vorher noch nicht ausgeprägt waren. Auch ist die klirrende Kälte geblieben, die von einer druckvollen Produktion unterstützt immer wieder von einer Hasstirade zur nächsten pendelt. Weiterhin ist das Songwriting etwas ausgefeilter und spannender geworden, auch hält neben den Thrash Läufen immer wieder ein gnadenloser Double Bass Groove Einzug, der sich zum Ziel gesetzt hat, zu zermalmen. Manchmal, aber nur manchmal erinnern UNLIGHT an eine US-amerikanische Speed Metal Band, die zuviel umgedrehte Kreuze geschluckt hat. Sänger (wenn er denn so genannt werden darf) Blaspherion schreit auch auf „Sulphurblooded” den Metal so an, dass ihm schwarz vor Augen wird, an seiner Leistung gibt es daher abermals nichts zu rütteln. Insgesamt eine Leistungssteigerung, die vor allem Spielfreude und die Liebe zum Extremen erkennen lässt.

Tracklist:
01. Sulphurblooded
02. Dead All Thing Will Be [Part 1]
03. Sic Transit Gloria Mundi
04. Pale Rider – Pale Horse
05. Become An Opponent
06. Sound Forth The Trumpet... That Shall Never Call Retreat
07. Invictus
08. Dead All Thing Will Be [Part 2]
09. By The Seventh Spell – A Blackthrash Symphony
10. Deine Waffen zu meinen Füßen

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Clement

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Ich fühle mich zu alt

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